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© Dimitry Anikin - unsplash.com

Österreich beliebt bei ausländischen Unternehmen

Insgesamt 462 internationale Unternehmen haben im Jahr 2019 nach der Beratung durch die Austrian Business Agency (ABA) Standorte in Österreich eröffnet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um 30 Prozent. Von den neu angesiedelten Firmen kommen 143 aus dem Nachbarland Deutschland.

„Österreich ist für internationale Unternehmen ein attraktiver Standort. Das liegt vor allem an der zentralen Lage in Europa und der guten Anbindung der Hauptstadt Wien. Darüber hinaus pflegt das Land gute Beziehungen zu vielen Staaten im früheren Ostblock und im mittleren Osten. Auch verfügt Österreich über viel gut ausgebildetes Personal und Konflikte werden selten in Streiks, sondern in Sozialpartnerschaften gelöst“, sagt Friedrich Schneider, Professor am Institut für Volkswirtschaftslehre der Johannes Kepler Universität, im Gespräch mit pressetext.

5.000 neue Arbeitsplätze in Österreich durch Auslandsfirmen entstanden

Laut den Zahlen der ABA ist mit dem Jahresergebnis von 2019 eine Investitionssumme von 1,85 Milliarden Euro verbunden. Das bedeutet im Vergleich zum Jahr 2018 einen Zuwachs von 152 Prozent. Außerdem seien durch die neuen Firmen etwa 5.000 neue Arbeitsplätze in der Alpenrepublik entstanden. Neben deutschen Unternehmen siedeln sich auch Gesellschaften aus Italien gerne in Österreich an, insgesamt 45 neue Standorte sind im vergangenen Jahr entstanden. Daneben haben sich auch 14 britische Konzerne angesiedelt.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen hat die Hauptstadt Wien für ihre Standorte ausgewählt. Auf Platz zwei bei den Bundesländern liegt Salzburg mit 44 Ansiedlungen, auf Platz drei Niederösterreich mit 39 neuen Standorten. Vor allem für den Forschungsbereich ist Österreich attraktiv. Mit 66 Unternehmen aus dieser Sparte hat sich die Zahl der Ansiedelungen 2019 im Vergleich zu 2018 verdoppelt.

Gut für die Personalsuche: Wien ist lebenswerteste Stadt der Welt

Auf der Suche nach Personal – insbesondere im Rahmen von Mitarbeiterentsendungen und Expat-Management haben ausländische Investoren in Österreich besonders gute Karten. Denn: Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt. Zumindest wenn es nach einem Ranking aus dem Jahr 2019 der Unternehmensberatung Mercer geht. Bereits zum zehnten Mal führt die österreichische Hauptstadt das Ranking an. Die Untersuchung wird jährlich durchgeführt und bewertet die Lebensqualität in den Städten, vor allem für Mitarbeiter aus dem Ausland.

Auch deutsche Städte können punkten: München landet auf dem vierten Rang, Düsseldorf und Frankfurt sichern sich die Plätze 6 und 7. Wie die Grafik von Statista zeigt folgen Berlin und Hamburg auf 13 und 19.

Für die Studie wurden 231 Städte weltweit auf 39 Faktoren untersucht, welche soziale, politische, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte umfassen. Hinzu kommen Kriterien wie Gesundheit, Bildungs- und Verkehrsangebote sowie andere öffentliche Dienstleistungen.

Infografik: Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt | Statista

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Österreich ist eine Import-Nation

Österreich hat im Jahr 2019 einen negativen Handelsbilanzsaldo von rund 4,3 Milliarden Euro. Laut Daten von Statistik Austria waren das rund 1,7 Milliarden Euro weniger Miese als im Jahr zuvor. Seit Jahren hat die Alpenrepublik ein Handelsbilanzdefizit, da sie traditionell mehr Waren importiert als exportiert.

Die österreichische Handelsbilanz unterscheidet sich allerdings stark nach Ländern. Im Warenverkehr mit den USA wird ein deutlicher Überschuss erzielt, während die Handelspartnerschaft mit Deutschland ein sattes Minus generiert. Zudem gibt es auch Unterschiede in den Warengruppen. Die Ausfuhr bearbeiteter Waren schlägt sich positiv in der Handelsbilanz nieder, gegenteilig ist es beim Import von Energie und Brennstoffen – diese werden überwiegend aus Deutschland bezogen.

Infografik: Österreich ist eine Import-Nation | Statista

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Der Warenverkehr in Österreich hat heftig unter den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie leiden müssen. Sowohl der Wert der Ein- als auch der Ausfuhren verringerte sich im April und Mai um gut ein Viertel im Vergleich zum Vorjahresmonat. Hier waren die Rückgänge vor allem im Maschinenbau und bei Autozulieferern zu spüren.

Quelle: pressetext.com, Statista