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Cyberspionage
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Deutsche Tochtergesellschaften in China vermutlich von Cyberspionage betroffen

Deutsche Unternehmen mit Sitz in China waren möglicherweise der Software GOLDENSPY ausgesetzt , wodurch Dritte Zugriff auf die Netzwerke der betroffenen Unternehmen erhalten.

Darauf weisen die Cyberabwehr des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) sowie das Bundeskriminalamt (BKA) hin, dem entsprechende Erkenntnisse vorliegen. Der Kontakt mit der genannten Malware kann während der Installation der offiziellen und obligatorischen steuerlichen Software auftreten, die zum Ausfüllen von Steuererklärungen und Finanztransaktionen in China erforderlich ist (INTELLIGENT TAX – auch GOLDENTAX genannt).

Ziel dieser Mitteilung ist es, deutsche Unternehmen mit Tochtergesellschaften in China zu sensibilisieren und ihnen die notwendigen technischen Informationen zur Verfügung zu stellen, um eine ungewollte Installation der Schadsoftware festzustellen.

Eine detaillierte Schilderung des Sachverhalts hat das BfV auf seiner Internetseite veröffentlicht.

Weitere Fragen zur Cyberspionage beantworten folgende Ansprechpartner:

Bundesamt für Verfassungsschutz – Cyberabwehr
Tel. 0221-792-2600
E-Mail: cyberabwehr@bfv.bund.de

Bundeskriminalamt
Tel.: 02225-890
E-Mail: st23@bka.bund.de

IHK Köln
Ansprechparterin für Geschäfte mit China
Gudrun Grosse
Tel. 0221 1640-1561
E-Mail: gudrun.grosse@koeln.ihk.de

Cyberspionage weltweit größtes Unternehmensrisiko

Cybervorfälle sind erstmals das wichtigste Geschäftsrisiko für Unternehmen weltweit. Im Allianz Risk Barometer 2020 verdrängen IT-Gefahren (39 Prozent der Antworten) das Risiko einer Betriebsunterbrechung (37 Prozent der Antworten) auf den zweiten Platz. Betriebsunterbrechung hatte seit 2013 den Spitzenplatz im Ranking inne, damals lag Cyber noch mit sechs Prozent der Antworten auf Platz 15.

Cyberspoionage

Die Sorge vor rechtlichen Veränderungen im Wirtschaftsumfeld (Platz 3 mit 27 Prozent), zum Beispiel durch Handelskriege, Zölle oder Wirtschaftssanktionen, und die Folgen des Klimawandels (Platz 7 mit 17 Prozent) sind weltweit die größten Aufsteiger in der Rangliste der größten Geschäftsrisiken.