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Quelle: münchner marketing manufaktur gmbh/Fotolia

Urlaubsweine – Wie man diese auch Zuhause noch genießen kann

Viele Urlauber kennen es: Weine im Urlaub haben eine ganz besondere Magie. Sie schmecken nach Freiheit, Liebe, Sonne, Strand und viel mehr. Wie dieses Gefühl nach der schönesten Zeit des Jahres auch zu Hause wieder aufleben kann und der Urlaubswein unversehrt importiert wird, erläutert der mehrfach ausgezeichneten Sommelier Rakhshan Zhouleh anhand von 10 Tipps.

1. Informieren Sie sich vor Beginn der Reise

Scheuen Sie sich nicht, vor Ihrem Urlaub bei einem Sommelier oder in einem Restaurant, das über Landeskunde zu Ihrem Reiseziel verfügt, nach Weinempfehlungen zu fragen. Vielleicht haben Sie auch Freunde, die sich erst kürzlich in der Region aufgehalten haben und Ihnen einen kleinen Geheimtipp verraten können. Besonders bei Ländern wie Kroatien oder Slowenien, deren Weinspezialitäten Ihnen noch nicht so geläufig sind, ist es empfehlenswert, mit einigen vorab eingeholten Informationen in den Urlaub zu starten.

2. Machen Sie original landestypische Weine ausfindig

Da Ihr Urlaubsort in vollen Zügen genossen werden möchte, ist es ebenso ratsam, sich über die örtlichen Weinanbaugebiete zu informieren. Wagen Sie jedoch unbedingt einen kurzen Stopp, wenn Sie etwa an der französischen Küste entlangfahren und zufällig ein malerisches Weingut entdecken. Durch diese ungeplanten Begegnungen entsteht nicht selten eine herzliche Freundschaft zu einem ortsansässigen Winzer oder Sie entdecken gar Ihren neuen landestypischen Lieblingswein.

3. Suchen Sie im Restaurant das Gespräch

Es lohnt sich allemal, auch im Restaurant den Kontakt zu einheimischen Gastronomen zu suchen. So lernen Sie nicht nur Land und Leute besser kennen, sondern können sich auch über Weinspezialitäten und regionale Besonderheiten austauschen. Schließlich ist das persönliche Gespräch unersetzlich für ein authentisches Wein-, Kulinarik- und Urlaubserlebnis.

4. Kaufen Sie den optimal abgefüllten Urlaubswein für zu Hause

In kleinen Flaschen, bzw. bei einem unausgewogenen Sauerstoffverhältnis reift der Wein schneller als gewünscht. Ist der O2-Gehalt also zu hoch, hält sich der Wein möglicherweise nicht so lange bis er nach dem Urlaub geöffnet wird. Optimal sind daher Magnum-Flaschen mit 1,5 oder 3 Litern. Und: Achten Sie idealerweise bewusst darauf, dass der mitgenommene Wein aus demselben Jahrgang stammt wie der zuvor verkostete!

5. Wählen Sie einen günstigen Zeitpunkt

Um Ihren Urlaubswein originalgetreu mit nach Hause nehmen zu können, sollten Sie ihn nicht unbedacht im Hotelzimmer liegen lassen. Denn dort wird es schnell einmal viel zu warm. Gehen Sie also sicher, dass Ihr Urlaubsschatz bei moderaten Temperaturen aufbewahrt wird oder kaufen Sie Ihre neu entdeckte Weinliebe möglichst zum Ende des Urlaubs hin.

6. Transportieren Sie Ihren Wein nicht sorglos

Packen Sie den Wein bereits in Ihren Wagen, ist besondere Vorsicht geboten. Ist es zu heiß, kann der Wein schon nach vier bis fünf Stunden im Koffer „kaputt“ sein. Verhindert werden kann dies beispielsweise mit Spezialbehältern, die dank Isolierung die Weintemperatur konservieren. Auch nachts ist das Klima meist weinfreundlicher. Genauso empfehlenswert ist es allerdings, dass Ihr Urlaubswein nicht zu kalt transportiert wird. Friert er nämlich auch nur kurz ein und taut anschließend wieder auf, verfliegt der Geschmack des edlen Tropfens. Dies ist zu vergleichen mit Winterobst (z.B. Orangen), dem aufgrund von genau diesen Lagerproblemen der intensive Eigencharakter, bzw. die notwendige Säure fehlt. Besonders Acht geben sollten Sie beim Transport von biodynamischen Weinen. Sie enthalten Rest-Hefe, die bei Temperaturschwankungen sogar die Flasche bersten lassen kann.

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7. Ordern Sie Ihren Urlaubswein nach, wenn die Jahreszeit stimmt

Der im Urlaub entdeckte Wein kann im Flieger nicht transportiert werden oder ein besonderes Fläschchen ist bereits leer? Dann achten Sie im besten Fall auch bei Ihrer Nachbestellung auf den richtigen Zeitpunkt. In den milden, bzw. kühleren Monaten ist die Gefahr geringer, dass der kostbare Inhalt unterwegs im Postwagen oder LKW an Qualität und Geschmack einbüßt.

8. Lagern Sie den Wein optimal

Ihrem mitgebrachten Wein gefällt eine dunkle Umgebung. Vermeiden Sie daher wenn möglich Lichteinstrahlung. Wie ein Gemälde, das immer blasser wird oder ein Parfum, dessen Duft nach und nach verfliegt, so liebt auch Wein den Schutz der Dunkelheit. Die getönte Flaschenfärbung Ihres guten Tropfens hilft Ihnen natürlich dabei. Weist Ihr Keller eine hohe Luftfeuchtigkeit auf, ist das für Ihren gelagerten Urlaubswein optimal. Schließlich atmet er bei trockenem Klima schneller. Perfekt ist eine Luftfeuchtigkeit von ca. 70 Prozent.

9. Bedenken Sie Besonderheiten für Champagner, Schaumwein & Co.

Ist Kohlensäure hinzugefügt, zersetzt diese den Korken, sobald sie mit ihm in Berührung kommt. Daher sollten prickelnde Getränke genauso wie säurehaltige Süß- bzw. Dessertweine nicht liegend gelagert werden. Selbst wenn die Flaschen im Champagnerhaus nicht stehend präsentiert worden sind. Dort ist nämlich zumeist noch nicht die Hefe entfernt worden und kein Korken obenauf.

10. Wenn der Wein trotz allem enttäuscht

Ein jeder Weingenuss ist je nach situativem Rahmen und den Sinnen, die während des Genusserlebnisses angesprochen werden, einmalig. Nach dem „voce:divino“-Prinzip hat beispielsweise die musikalische Begleitung zur Verkostung eines Weins immensen Einfluss auf Nase und Gaumen. So verhält es sich auch in der einzigartigen sinnlichen Welt eines Urlaubsortes, dessen „Geschmack“ im heimatlichen Weinglas nicht identisch rekonstruiert werden kann. Achten Sie also bewusst darauf, wie unterschiedlich Sie Ihren Urlaubswein je nach Umgebung wahrnehmen können, wenn Geräusche, Luft oder Emotionen variieren und genießen Sie Ihre kleine Forschungsreise!

Quellen: Rakhshan Zhouleh, münchner marketing manufaktur gmbh