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Musicals – Internationalität in vielen Bereichen

Wer kennt sie nicht – internationale Musicalproduktionen wie „Cats“, „Das Phantom der Oper“ oder „Sister Act“? Heute sind Musicals weltweit zu Klassikern geworden und gehören in vielen Ländern zum festen Bestandteil der Kulturlandschaft.

Viele bekannte Stücke werden weltweit aufgeführt, wie etwa „Disneys Der König der Löwen“, das bereits in 15 Ländern auf fünf Kontinenten dargeboten wurde. Neben den erfolgreichen Produktionen in New York und Hamburg spielt „Disneys Der König der Löwen“ aktuell auch in London, Tokio, Las Vegas, Madrid sowie auf Tour in den Vereinigten Staaten.

Fremdsprachenkenntnisse erforderlich

Die Internationalität spiegelt sich neben den unterschiedlichen Spielorten und Produktionen ebenfalls in der Zusammensetzung des Ensembles wieder. Bei der Hamburger Produktion von „Disneys König der Löwe“ haben beispielsweise bereits Menschen aus über 40 Nationen mitgewirkt. Diese Interkulturalität ist in vielen Musicaltheatern verbreitet. Daher sollten Musical-Darsteller laut dem Deutschen Bühnenverein Bundesverband der Theater und Orchester neben einer hohen psychischen und physischen Belastbarkeit ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Engagement sowie Durchhaltevermögen und über erweiterte Fremdsprachenkenntnisse – insbesondere in der englischen Sprache – verfügen. Auch wenn die Stücke in der Heimatsprache der Spielstätten aufgeführt werden, findet die sprachliche Verständigung unter den Darstellern und dem Produktionsteam häufig auf Englisch statt.

Musical-Darsteller müssen mobil sein

Dass innerhalb der Ensembles eine hohe Diversität herrscht, liegt nach Einschätzung des Deutschen Bühnenvereins an der problematischen Arbeitsmarksituation. Es gibt im Vergleich zu der Anzahl von Bewerbern weltweit wenige freie Stellen. Gute Chancen ein Engagement zu erhalten, haben in der Regel nur diejenigen, die ihre Profession gut beherrschen und bereit für ständige Ortswechsel sind.

Vielen Beteiligten gefällt die Arbeit in interkulturellen Teams und anderen Ländern. So auch Lina Baden, die als Theatertechnik-Ingenieurin bereits in China, Australien, England und Frankreich arbeitete und während dieser Zeit mit einigen Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammengearbeitet hat. Für sie sind die Menschen an den Theatern und Opern per se schon aufgrund ihrer Kreativität interessant. „Es ist unwahrscheinlich spannend, mit Menschen anderer Kulturen zusammenzuarbeiten. Mir macht es vor allem Spaß, mehrsprachig zu arbeiten“, sagt die Musical-Technikexpertin. Durch die Arbeit in vielen Teilen der Erde mit den multikulturellen Teams, lerne man nicht nur die Menschen anderer Nationen besser verstehen, es fördere auch das Verständnis und die Reflektion der eigenen kulturellen Gepflogenheiten.

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