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internationale Markennamen
© Bruce Warrington - Unsplsh

Welche internationalen Markennamen am häufigsten falsch geschrieben werden

Zahlreiche Markennamen sind weltweit bekannt und auch akzeptiert. geht es jedoch um die richtige Aussprache oder Schreibweise einer beliebten globalen Marke, so entstehen mitunter kuriose Wortneuschöpfungen. Dann wird aus einem Volkswagen (VW) auch mal ein Volwagen oder aus einem Porsche ein Porsh. Die am häufigsten falsch geschriebene Marke ist jedoch Hyundai.

Der südkoreanische Automobilhersteller wurde pro Monat durchschnittlich 605.000 Mal in Online-Suchen falsch geschrieben. Häufige Suchvarianten für Hyundai sind „Hundai“ (581.000 monatliche Suchen) und „Hiundai“ (24.000 monatliche Suchen). An zweiter Stelle steht Lamborghini mit durchschnittlich 365.000 falschen Online-Suchanfragen pro Monat für den Luxus-Sportwagenriesen.

das hat eine Analyse des Finanz-Vergleichsportals www.money.co.uk ergeben. Wer nach der italienischen Luxuskarosse Lamborghini suchen, schreibt den Namen in der Regel falsch als ‚Lamborgini‘ (351.000 monatliche Suchanfragen) und ‚Lambogini‘ (14.000 monatliche Suchanfragen). Ferrari steht an dritter Stelle. Das falsch geschriebene ‚Ferari‘ wird durchschnittlich 123.000 Mal pro Monat online gesucht.

internationale Markennamen

Der französische Cognac-Hersteller Hennessy (‚Henessy‘, ‚Hennesy‘, ‚Henesy‘ – zusammen 95.100) und der niederländische Bierhersteller Heineken (‚Heinken‘ – 90.000) belegen die Plätze vier und fünf. Interessanterweise ist Uniqlo an neunter Stelle der am häufigsten falsch geschriebene Bekleidungshändler auf der Liste. Das aus Japan stammende Unternehmen wird jeden Monat durchschnittlich 58.600 Mal falsch online gesucht. Zu den fehlerhaften Uniqlo-Suchanfragen gehören „Uniclo“ (55.000 monatliche Suchanfragen), „Unilo“ (2.100 monatliche Suchanfragen) und „Uniql“ (1.500 monatliche Suchanfragen).

„Ein Markenname kann eine der wichtigsten Säulen sein, die über die Popularität und den Erfolg eines Unternehmens entscheidet.“

Am anderen Ende der Rangliste, auf Platz 20, steht Porsche. Der deutsche High-Performance-Automobilhersteller wird durchschnittlich 19.500 Mal pro Monat online falsch gesucht, die größten Alternativen sind „Porsh“ (10.000 monatliche Suchanfragen) und „Porsch“ (9.500 Online-Suchanfragen).

Automobil-Markennamen besonders häufig falsch geschrieben

Insgesamt stammen sieben der 20 am häufigsten falsch geschriebenen Markennamen im Internet aus der Automobilbranche. Salman Haqqi, ein Wirtschaftsredakteur von money.co.uk, gibt Ratschläge, was bei der Wahl eines einprägsamen Markennamens zu beachten ist: „Ein Markenname kann eine der wichtigsten Säulen sein, die über die Popularität und den Erfolg eines Unternehmens entscheidet, daher müssen angehende Unternehmer bei der Wahl eines Markennamens für ihr neues Unternehmen sorgfältig vorgehen und einige grundlegende Dinge beachten.“

Das ging schief – bekannte Markenflops

Als das Waschmittel „Persil“ in Frankreich eingeführt wurde, sorgte der Markenname für Irritation, denn „Persil“ heißt auf Französisch Petersilie. Inzwischen wird das Waschmittel als „Le Chat“ vertrieben.

Legendär ist die Einführung des Mitsubishi „Pajero“ auf dem spanischen Markt. „Pajero“ bedeutet im Spanischen soviel wie „Wichser“. Die Automarke wurde schnell in „Montero“ umbenannt.

Die Marke Tchibo kommt in Japan nicht besonders gut an, denn der Name kann auf Japanisch so ausgesprochen werden, dass er „Tod“ oder „Blut“ bedeutet. 

Automarken bieten besonders viel Potenzial für Missverständnisse, wie etwa der Audi E-tron zeigt. E-tron heißt im Französischen soviel wie Kothaufen. Die französische Sprache macht es den Autoherstellern aber auch nicht leicht. Der Toyota MR 2 wird im Französischen „Merde“ ausgesprochen, was für „Scheiße“ steht. 

Gar nicht gut ankommen dürfte der Lada Niva bei den Spanierinnen und Spaniern, denn dort bedeutet „Ni va“ soviel wie, geht nie. 

Brasilianer würden niemals den Ford Pinto kaufen, denn im Brasilianischen steht „Pinto“ umgangssprachlich für kleinen Penis.

Das Schlafmittel Phanodorm von Merck sorgte in Italien für Verwirrung, denn in der Landessprache ausgesprochen heißt es „Lässt dich nicht schlafen“ (fa no dorm).

Was bei internationalen Markenamen beachtet werden sollte:

Einzigartig: Er sollte unverwechselbar sein und das Unternehmen von der Konkurrenz abheben.

Gut auszusprechen: Im Zeitalter des elektronischen Handels ist dies besonders wichtig, idealerweise ein Markenname, den man leicht googeln und online finden kann.

Rechtlich geschützt: Es gilt zu prüfen, ob ein Markenname international bereits vergeben und rechtlich geschützt ist. Sollte dies nicht der Fall sein, sollten Unternehmen ihre eigene Kreation schnellstmöglich schützen und die entsprechende Webdomain erwerben.

Visuelles Bewusstsein: Ein Markenname sollte auch durch Farben, Icons und Logos klar kommuniziert werden.

Langlebigkeit: Kann der Markenname in Korrelation mit dem Unternehmen wachsen und seine Relevanz beibehalten, wenn das Unternehmen in neue Produkte, Dienstleistungen, Märkte und Gebiete expandiert?