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4th of July
© Camylla Battani - unsplash.com

5 Fun Facts zum 4th of July, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag

Jedes Jahr kündigt sich der 4th of July, der amerikanische Unabhängigkeitstag, schon Wochen im Voraus an. In den Supermärkten gibt es überall Wimpel, Fähnchen, Pappteller und Servietten in „red-white-and-blue“ zu kaufen und die Barbecue-Einladungen flattern ins Haus. Alle freuen sich auf die örtliche Parade, Feuerwerke, Konzerte und Picknicks – und ja, auch wir freuen uns darauf. Denn auch wenn wir als Expats nur Gäste in diesem Land sind und uns mit dem amerikanischen Nationalstolz manchmal etwas schwertun, genießen wir diesen Tag jedes Jahr einfach als freudigen, schönen Sommertag mit Freunden und Nachbarn.

Übrigens gibt es zu diesem Nationalfeiertag, der den Beginn der USA als eigenständige Nation markiert, eine ganze Reihe kurioser Fakten:

1.  Proklamation am 2. Juli

Der 4. Juli 1776 gilt zwar allgemein als Gründungstag der USA, aber eigentlich stimmte der Kontinentalkongress schon am 2. Juli für die Proklamation der Unabhängigkeit der 13 amerikanischen Kolonien von Großbritannien. Nach der Erklärung am 2. Juli wurde dann zwei Tage lang am offiziellen Dokument, der „Declaration of Independence“ gefeilt, welche dann am 4. Juli feierlich vom Kongress angenommen wurde. Der 4. Juli wird oft auch fälschlicherweise als Tag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung gefeiert, aber dies geschah erst einen Monat später, am 2. August 1776 in Philadelphia.

2. John Adams feierte eigenen Nationalfeiertag

John Adams, einer der 56 Unterzeichner der Declaration of Independence, zweiter Präsident der USA und eifriger Verfechter des 2. Juli als Nationalfeiertag, starb ausgerechnet am 4. Juli 1826, dem 50. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung. Er soll sein Leben lang Einladungen zu den 4th of July Feierlichkeiten abgelehnt und stattdessen am 2. Juli gefeiert haben.

3. Hot Dogs und Bier

Am 4th of July werden in den USA, nach Zahlen des National Hot Dog and Sausage Council (ja, das gibt es wirklich) rund 150 Millionen hot dogs verspeist. Nebenbei ist dieser Tag auch der „top beer drinking holiday“.

4. Tag des Feuerwerks

Die American Pyrotechnics Association zählte 2017 rund 15.000 „4th of July Feuerwerke“ in den USA. Das größte Feuerwerk kann man, wie sollte es anders sein, in New York erleben: bis zu 40.000 Feuerwerkskörper erleuchten fast eine halbe Stunde lang den Himmel über Manhattan.

5. Keine Flagge auf Kleidungsstücken

Die meisten Amerikaner tragen am 4th of July gerne ein T-Shirt oder ein anderes Kleidungsstück, auf das die amerikanische Flagge gedruckt ist. Eigentlich ist dies, ups, gar nicht erlaubt. Denn der U.S. Flag Code, das Flaggengesetz von 1942, verbietet jegliche Abbildung der Flagge auf Kleidungsstücken (ebenso auf Handtüchern, Servietten oder Taschentüchern). Immerhin hat ein Verstoß gegen den Flag Code faktisch keine Folgen.

Der 4th of July wird dieses Jahr Corona-bedingt vielerorts ganz anders ablaufen als gewohnt. Unser kleines Städtchen hat, wie so viele andere, schon vor einigen Wochen alle Feierlichkeiten wie Parade, Konzert oder offizielles Feuerwerk abgesagt. Aber wir werden trotzdem auch dieses Jahr jede Menge Fähnchen aufhängen und eben mit „6 feet apart“ hot dogs essen und einfach einen guten Samstag erleben.