Rollerunfälle
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Urlauber verunglücken durch Rollerunfälle in Südostasien

Rollerunfälle von Urlaubern in Südostasien erfolgen eher selten unter Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer. Der Grund sind oft die schlechten Straßenverhältnisse, von denen sie überrascht werden: Rollsplitt, Kiesel, Schotter, sandiger Boden, schmierig durch Meersalz, schlechte Beleuchtung, Schlaglöcher.

Rollerunfälle durch Straßenverhältnisse und Verkehrsgeschehen

Problematisch ist aber nicht nur der Zustand der Straßen. Auch das für deutsche Verhältnisse zumindest gewöhnungsbedürftige Verkehrsgeschehen – überfüllte Straßen, keine erkennbare Ordnung, ständiges Hupen – erfordert Wachsamkeit. Nicht ganz einfach ist auch die Umstellung auf den Linksverkehr in manchen asiatischen Ländern.

Oft sind Zweiräder an jeder Straßenecke und relativ billig zu mieten. Nach dem passenden Führerschein wird selten gefragt, der Versicherungsschutz bleibt im Dunklen. Auf den technisch einwandfreien Zustand der Maschinen kann man sich nicht immer verlassen. Auch ein passender Helm gehört bei Weitem nicht zum Standardangebot.

Vorsichtsmaßnahmen, um ein Verletzungsrisiko zu minimieren

  • Vor Ort nur das Zweirad anmieten, das man gemäß seiner Fahrerlaubnis fahren darf
  • Hartnäckig nach dem Versicherungsschutz fragen. Möglichst eine Vollkaskoversicherung abschließen. Und eine Zusatzhaftpflichtversicherung, falls die Deckungssumme in dem betreffenden Urlaubsland niedrig ist
  • Den einwandfreien Zustand des Rollers überprüfen
  • Roller bei der Übergabe kontrollieren und vorhandene Schäden fotografieren
  • Roller erklären lassen und Proberunde drehen
  • Telefonnummer für den Notfall geben lassen und fragen, wie man sich bei Panne, Diebstahl oder Unfall verhalten muss
  • Unbedingt mit passendem Helm samt Visier, geschlossenen Schuhen, langer Hose und Jacke schützen. T-Shirt, kurze Hosen und Flip-Flops reichen nicht aus.
  • Nationale Verkehrsregeln und im Mietvertrag eventuell festgehaltene, landestypische Besonderheiten beachten

Quelle: ADAC