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Sprachmittler für Afrika-Datenbank gesucht

Der Afrikanische Dachverband Nord e. V. (ADV-Nord e.V.) entwickelt eine Sprachmittlerdatenbank für afrikanische Sprachen zur Unterstützung der Vernetzungs- und Unterstützungsarbeit bei der Integration von Migranten und Flüchtlingen. Dafür werden Sprachmittler gesucht, die insbesondere folgende Sprachen beherrschen:

  • Arabisch
  • Creol
  • Dari
  • Djola
  • Ewe
  • Französisch
  • Fula
  • Ga
  • Gambia
  • Ibo
  • Igbo
  • Kikuyu
  • Lua
  • Luganda
  • Luja
  • Luo
  • Pashtoo
  • Shona
  • Sindebele
  • Spanisch (RASD)
  • Swahili
  • Trigrynya
  • Twi
  • Uganda
  • Ugandah
  • Wolof
  • Xhosa
  • Yoruba
  • Zulu

Auf www.sprachmittlerdatenbank.org können sich Sprachmittler registrieren, die eine dieser Sprachen beherrschen und den Aufbau der Datenbank unterstützen wollen.

Mit dem Projekt will der Verband den in Not geratenen Immigranten aus Afrika motivieren, sich aktiv in die deutsche Gesellschaft einzubringen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ein wesentlicher Aspekt ist aus Sicht des ADV-Nord e.V., Flüchtlinge aus Afrika in Gesundheitsfragen aufzuklären. Neben den allgemeinen Fragen zur Gesundheit, sind hier insbesondere der Impfstatus (besonders bei den Kindern) und Aids zu nennen. Dabei sei besonders die Vermittlung der notwendigen Informationen schwierig, da viele afrikanische Flüchtlinge keine Fremdsprachen beherrschen.

Etwa 2.000 verschiedene Sprachen in Afrika

Immerhin gibt es rund 2.000 verschiedene Sprachen in Afrika. Viele geflüchtete Afrikaner sprechen zwar Englisch oder Französisch, aber ein erheblicher Teil kann dies nicht. Somit sei es bislang kaum möglich den Betroffenen zu helfen. Eine Datenbank, in der sich Sprachmittler registrieren lassen könne, bedeute ein Schritt in die richtige Richtung.

Ziel des ADV-Nord e.V. ist es, mit der Datenbank, nicht nur die bestehenden afrikanischen Sprachen und Sprachmittler zu erfassen, sondern auch die kulturellen Eigenschaften der afrikanischen Länder zu dokumentieren.

Die Nutzung der Plattform soll für Sprachmittler und Behörden kostenfrei sein.