Was bei Gastgeschenken in andere Länder beachtet werden sollte

Egal, ob Au-pair, Schüleraustausch, Sprachreise, Geschäftsreise oder Expat – Gastgeschenke mitzubringen ist nicht nur eine nette Geste, sondern auch ein Muss, um einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Hierbei unterscheiden sich die Vorlieben der Gastgeber von Land zu Land, sind natürlich aber auch abhängig von der Tätigkeit im Gastland. Wer beispielsweise Freiwilligenarbeit im Bereich der Kinderbetreuung leistet, sollte auch Mitbringsel an die Kinder nicht vergessen.

Beispiele für Geschenkideen

Welche Geschenke mitgebracht werden, sagt viel über den Schenkenden aus. Er bringt damit die Wertschätzung des Gegenübers zum Ausdruck. Manchmal genügen Kleinigkeiten, um beispielsweise als Austauschschüler zu punkten. Gerne gesehen sind zum Beispiel in den USA Milka- und Kinder-Schokolade und Haribo-Produkte. Ein Fotoalbum mit Bilder der eigenen Familie und des Wohnortes und näherer Umgebung helfen, der Gastfamilie auch einen Eindruck über die eigene Welt zu ermöglichen. Je nach Land freut man sich auch über typische deutsche Produkte wie Kuckucksuhren oder Buddelschiffe, Gartenzwerge, Räucherstäbchen oder – saisonal bedingt – Weihnachtsartikel.

Auch Kochbücher mit deutschen Gerichten, Bildbänden zur Region des Gastes, Trikots eines deutschen Fußballvereins – gerade bei Fußballliebenden Nationen – sind sehr beliebt. Einige Länder sind sehr markenbewusst, weshalb man dort auch nicht mi einem günstigeren Plagiat erscheinen sollte. Viele Nationen nutzen zum Schreiben nur Kugelschreiber und Bleistifte. Dort ist ein gern gesehenes Geschenk eine Schreib-Alternative, beispielsweise ein Füllfederhalter mit passendem Zubehör.

Andere Länder, andere Vorlieben

Laut Etikette Trainer International kommt es in Japan nicht nur auf den Inhalt an, sondern auch die Verpackung ist hier sehr wichtig. Ideal sind alle Rottöne, auch in Verbindung mit Gold. In China, Japan und Korea steht diese Farbe als Zeichen für Glück, Freude und alles Gute. Sanfte Pastelltöne begeistern Japaner. Für Malaysier ist grünes und rotes Papier perfekt – hier niemals Weiß, Blau oder Schwarz. Auch wieviel man von etwas schenkt ist zu beachten, so etwa bei einem Obstkorb. In China gehören ungerade Zahlen zu den schlechten, mit Ausnahme der Drei, denn die symbolisiert ebenso wie die Acht Erfolg und Wohlstand. Kenner schenken in geraden Zahlen – allerdings gilt die Vier als Unglückszahl. Acht Orangen sind beispielsweise ideal, weil die Glückszahl „8“ und „Orange“ klangverwandte Wörter sind und „Glück wünschen“ bedeuten.

Bei Lebensmitteln gilt besondere Vorsicht

Wer in Erwägung zieht Lebensmittel zu verschenken, sollte sich jedoch vorab bei den zuständigen Zollämtern informieren, ob das jeweilige Land Beschränkungen bei der Einfuhr vorgibt. Nicht alles darf in jedes Land mitgenommen werden. Auch bei der Einfuhr von Alkohol ist dies zu beachten, hier gilt aber zusätzlich, dass auf verschiedene Religionen Rücksicht genommen werden muss, und man sich vorher informieren sollte, ob Alkohol gerne gesehen wird oder eher im Gegenteil ganz verpönt ist.

Geschenke im Geschäftsleben

Für Geschäftsreisende gilt, dass auch Werbegeschenke in manchen Ländern gerne gesehen sind. Diese dürfen jedoch auf keinen Fall billig wirken und auch das Markenlogo darf nur dezent sein. Nach wie vor gerne gesehen, sind kleine Geschenke zu Ostern oder Weihnachten. Allerdings sollte man sich hierbei vorher mit den Gepflogenheiten nicht nur des jeweiligen Landes, sondern auch des einzelnen Unternehmens auseinandersetzen, um den Beschenkten nicht versehentlich in Schwierigkeiten zu bringen bezüglich des Vorwurfes der Bestechlichkeit.

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