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Lügen sind stärker als die Wahrheit

Menschen neigen dazu, weiterhin an Lügen zu glauben, auch wenn sich diese als falsch herausgestellt haben. Das haben laut einer Meldung von pressetext.com Forscher an der Western Australia Universität herausgefunden. Der Grund dafür: Das Zurückweisen einer Information verlangt eine höhere kognitive Anstrengung als das Akzeptieren einer Auskunft.

Lügen haben weitreichende Konsequenzen

Lügen festigen sich vor allem dann, wenn sie mit den politischen, religiösen und sozialen Einstellungen eines Menschen übereinstimmen. Wer versucht, falsche Informationen zurückzuziehen, verstärkt bei anderen sogar noch den Glauben an den unkorrekten Sachverhalten. Dies hat weitreichende Konsequenzen: Auf der individuellen Ebene führt ein Irrglaube über Gesundheitsmaßnahmen, wie der ungerechtfertigten Angst vor Impfungen, zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen. Auf der sozialen Ebene können Lügen über politische Angelegenheiten zu Schaden führen. Auf der globalen Ebene hingegen können beispielsweise Handlungen zugunsten des Klimawandels durch bestehende Fehlinformation verhindert werden.

Den Wissenschaftlern zufolge tendieren Menschen eher dazu, negative Schlagzeilen für wahrscheinlicher zu halten als positive, da der Unterhaltungswert größer sei.