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VAE: Abu Dhabi rudert bei Visa-Vorgaben zurück

Die Abu Dhabi nehmen geplante Änderungen der Visa-Vergabe zurück, die eigentlich ab dem 1. Juni greifen sollten, wie das Wirtschaftsportal arabianbusiness.com berichtet. So galten bis vor Kurzem die verschärften Voraussetzungen, die zur Visaverlängerung im Emirat Abu Dhabi künftig notwendig sein sollten.

Vorgesehen war etwa eine Vorlage eines gültigen Mietvertrages sowie Nutzrechnungen von Strom- oder Wasserversorgern. Außerdem mussten die Antragsteller gültige Fest- und Mobilfunknummern angeben.

Grund für die plötzliche Kehrtwende scheint wohl die fehlende Abstimmung mit den Vorgaben der anderen Emirate zu sein. So versicherte der E-Government-Dienst von Dubai in der vergangenen Woche, dass Abu Dhabis neue Vorgaben, wie die Vorlage von Mietverträgen, für Dubai nicht verpflichtend sei.

Dabei war die Gesetzgebung eigentlich zur Vereinheitlichung der Visavorgaben gedacht gewesen und sollte die legislativen Projekte zur Ausweispflicht aus dem vergangenen Jahr ergänzen. Bereits seit dem 4. September 2011 müssen Einheimische und Expats in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Strafen rechnen, sollten sie sich nicht mit den von der »Emirates ID Authority« (EIDA) vergebenen IDs ausweisen können.

Im Dezember hatte die Behörde ein entsprechendes Gesetz zur Ausweispflicht erlassen und seine Bürger sowie westliche Expats dazu aufgerufen, sich zu registrieren, die Deadline dafür war mehrere Male, zuletzt bis zum 30. Juni 2012, verlängert worden. Das Gesetz sieht eine Strafe von 20 Dirham für Jeden, gleich ob Einheimischer oder Expat, vor, der sich bei Kontrolle nicht ausweisen kann, sowie Verzugsstrafen von bis zu 1.000 Dirham. Zumindest in Dubai sollen sich bereits über 90 Prozent der Einwohner registriert haben.

Die Ausweispflicht für Expats soll zudem noch stärker mit der Visavergabe verknüpft werden, die Emirate Ajman, Umm Al Quwain, Fujairah und Ras Al Khaimah haben den Ausweis bereits als Bedingung für Visavergabe und -verlängerung gemacht. Im Juli hatte zudem Tecom, eine Tochtergesellschaft der Dubai Holding, dieselbe Vergabepraxis für ihre 11 »Free Zones« im Emirat Dubai gemacht.

Quelle: zenith BusinessReport

 

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