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Spanien: Achtung bei gewerblichen Immobilienkäufern

Der Verbraucherschutz Spanien warnt eindringlich vor Zeitungsannoncen mit einem ähnlichen Wortlaut wie „Investor sucht…. (keine Makler) “ sowie vor Angebote zum Ankauf von Ferienwohnrechten. Interessenten sollten diese unbedingt von Fachleuten überprüfen lassen.Viele Immobilienbesitzer und Inhaber von Ferienwohnrechten wollen diese verkaufen und lassen sich mangels Interessenten schnell dazu verleiten, auf dubiose Angebote mit angeblichen Kaufinteressenten aus Dubai, Osteuropa etc. einzusteigen. Oft treten die angeblichen Vermittler in Persona auf und verlangen zum erfolgreichen Verkauf eine notarielle Generalvollmacht oder der Kontakt findet per Telefon, Fax beziehungsweise per E-Mail statt.

Haben die Eigentümer eine Generalvollmacht erteilt, verlieren sie ihre Immobilie zu einem Bruchteil des Wertes; bei den Ferienwohnrechten werden Anzahlungen für angebliche Steuern und Notarkosten verlangt. Das Geld sei dann verloren.

Niemals Generalvollmachten erteilen oder Vorauszahlungen leisten

Wer Kontakt aufgenommen hat, sollte sich die Adresse und eine Festnetztelefonnummer geben lassen . Telefonnummern, die mit 6xx beginnen sind Handynummern von Prepaid-Telefonen und meist schwer nachzuverfolgen. Auch bei Festnetznummern / Fax  ist Vorsicht geboten, da diese über Voice Over IP – Anbieter geschaltet sein könnten. Sind Firmenbriefbögen verfügbar, sollten Immobilienbesitzer in jedem Fall eine Handelsregisterabfrage machen. Besteht persönlicher Kontakt sollten unbedingt die Ausweisdaten, Kfz-Kennzeichen, Personenmerkmale und so weiter notiert werden.

Geschädigte scheuen sich oft, die Behörden einzuschalten, weil ihnen das in Spanien zu kompliziert und teuer erscheint. Grundsätzlich gilt aber: Eine Straftat, die unter Deutschen im Ausland begangen wurde, kann in Deutschland angezeigt werden. Ist unklar, ob der Straftäter ein Deutscher ist, kann die Anzeige auch in Spanien gestellt werden. Bei beiden Varianten benötigen Geschädigte keinen Anwalt.

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