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Neues DBA zwischen Deutschland und Schweiz

Deutschland und die Schweiz haben nach jahrelangen Verhandlungen ein Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet. Es wird voraussichtlich am 1.Januar 2013 in Kraft treten. Wie Der Spiegel berichtet, verpflichtet das Abkommen Schweizer Banken dazu, auf das Vermögen von bisher noch nicht entdeckten deutschen Steuerflüchtlingen eine Pauschalsteuer zwischen 19 und 34 Prozent an den Fiskus in Berlin zu überweisen. Außerdem wird auf Kapitalerträge künftig eine Steuer Abgeltungssteuer in Höhe von rund 25 Prozent erhoben – um Anleger gleich zu behandeln, wie es in einer entsprechenden Erklärung des Bundesfinanzministeriums heißt. Bereits seit 2008 gilt hierzulande eine Abgeltungssteuer auf den Ertrag von Ersparnissen von 25 Prozent.

Außerdem haben beide Staaten einen erweiterten Informationsaustausch ausgehandelt, welcher der Verfahrenskontrolle dient und ein zusätzliches erhebliches Entdeckungsrisiko für potenzielles neues Schwarzgeld in der Schweiz schafft. Das Bankgeheimnis konnten die Eidgenossen jedoch retten. Der neue Vertrag soll dem Spiegel zufolge Bund und Ländern ab 2013 mindestens zwei Milliarden Schweizer Franken  einbringen.

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