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Mindestlöhne in der EU
© Karolina Grabowska - Pexels

Das sind die Mindestlöhne in der EU 2022

Noch in diesem Jahr könnte der Mindestlohn in Deutschland 12 Euro pro Stunde angehoben werden. Durch diese Erhöhung um rund 25 Prozent würde Deutschland zum Staat mit dem zweithöchsten Mindestlohn innerhalb der Europäischen Union avancieren. Nur Luxemburg kann dann die Bundesrepublik um 73 Cent überbieten.

Die Statista-Infografik zeigt die Höhe des Mindestlohns in ausgewählten EU-Ländern am ersten Januar 2022. Neben Deutschland und Luxemburg können nur Irland und Frankreich einen Brutto-Mindestlohn über zehn Euro vorweisen. Besonders prekär ist die Lage im Südosten Europas. In Rumänien beträgt der gesetzliche Brutto-Mindestlohn nur 2,87 Euro, in Bulgarien sind es umgerechnet sogar nur etwa 2,07 Euro.

Mindestlöhne in der EU

Quelle: Statista

Mindestlöhne in der EU: Diese zwei Arten gibt es

Gesetzlicher Mindestlohn: Der gesetzliche Mindestlohn wird durch Statuten oder formelle Gesetze geregelt. Die meisten Mitgliedstaaten verfügen über solche Regelungen.

Tariflicher Mindestlohn: In sechs EU-Ländern werden die Löhne durch Tarifverträge zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern festgelegt, in bestimmten Fällen auch durch Mindestlöhne: Österreich, Dänemark, Zypern, Finnland, Italien und Schweden.

Die Covid-19-Krise hat gezeigt, wie notwendig faire Mindestlöhne in der Europäischen Union sind. Viele der von der Pandemie betroffenen Arbeitskräfte verdienen nur den Mindestlohn, wie etwa Pflegekräfte, Mitarbeiter im Gesundheitswesen, Kinderbetreuer und Reinigungskräfte. Nahezu 60 Prozent der Mindestlohnempfänger in der EU sind Frauen.