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© FelixMittermeier - Pixabay.com

Migration 2017: Mehr Personen nach Deutschland zugezogen als abgewandert

Im letzten Jahr gab es mehr Personen, die nach Deutschland zogen als welche, die aus Deutschland wegzogen – rund 416.000 Personen kamen nach Deutschland. 2016 hatte der Wanderungsüberschuss mit dem Ausland rund 500.000 Personen betragen. 2017 gab es insgesamt 1.551.000 Zuzüge und 1.135.000 Fortzüge über die Grenzen Deutschlands, das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer Pressemitteilung mit.

Die meisten Zuzüge nach Deutschland waren 2017 auf die Zuwanderung ausländischer Personen zurückzuführen: Von insgesamt 1.551.000 zugewanderten Personen hatten 1 384.000 (89 Prozent) einen ausländischen Pass. Demgegenüber wanderten rund 885.000 ausländische Personen aus Deutschland ab. Im Saldo aus Zu- und Fortzügen ergibt sich daraus ein Wanderungsüberschuss ausländischer Personen von 499.000 (2016: +635 000).

Die Zahl der Zuzüge von Deutschen – dazu zählen Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler sowie aus dem Ausland zurückgekehrte Deutsche – ist mit rund 167.000 Personen gegenüber dem Vorjahr angewachsen (2016: 146.000). Gleichzeitig sank die Zahl der Fortzüge Deutscher auf 249.000 Personen (2016: 281.000). Daraus resultiert ein Wanderungsverlust deutscher Staatsbürgerinnen und -bürger von 82.000 Personen im Jahr 2017 (2016: 135.000).

Die meisten Zuwanderer kommen aus Rumänien

Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union (EU) hatten 2017 den größten Wanderungsüberschuss ausländischer Personen (239.000), gefolgt von Staatsangehörigen aus Asien (140.000), aus den sonstigen europäischen Ländern (60.000) und aus Afrika (35.000). Zum Wanderungsüberschuss aus der EU trugen vor allem Zuwandererinnen und Zuwanderer mit rumänischer (73.000), polnischer (34.000), kroatischer (33.000) und bulgarischer Staatsangehörigkeit (30.000) bei.

Der Saldo der Zu- und Fortzüge nahm gegenüber 2016 merklich für Staatsangehörige aus europäischen Nicht-EU-Ländern zu. Dabei handelt es sich insbesondere um die Balkanländer Kosovo (von -6.000 auf +8.000), Serbien (von -10.000 auf +6.000), Mazedonien (von -3.000 auf +6.000) und Albanien (von -26.000 auf -1.000). Dagegen sank der Wanderungsüberschuss mit Asien und Afrika. Er ging vor allem für Personen mit syrischer (von +146.000 auf +60.000), afghanischer (von +56.000 auf +4.000) und irakischer Staatsangehörigkeit (von +48.000 auf +16.000) zurück.

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