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Viva Las Vegas: Was Sie über die Einreise wissen sollten

Das offiziell 1905 gegründete Las Vegas ist inzwischen Sagen umwoben und eine der beliebtesten Destinationen aller USA-Reisenden. Von Heiratswilligen über Spielfreudigen bis hin zu Kulturinteressierten – die Wüstenstadt im US-Bundestaat Nevada übt auf viele Menschen einen großen Reiz aus. Auch wenn deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger weitgehend problemlos in die Stadt der vielen Casinos und Luxushotels einreisen können, so sollte sich jeder Las-Vegas-Urlauber vorab hinreichend über die Einreisevorschriften informieren.

So rangieren seit dem 1. November 2010 alle USA-Flüge unter dem so genannten „Secure Flight“-Programm der US-Transportsicherheitsbehörde. Hintergrund ist die Absicht, die Sicherheit auf internationalen und inneramerikanischen Flügen zu erhöhen. Für ausländische Reisende bedeutet dies, dass sie nur dann Flugtickets beziehungsweise Bordkarten von den Fluggesellschaften oder Reiseagenturen erhalten, wenn sie grundsätzlich den vollständigen Namen (einschließlich aller im Reisepass aufgeführten Vornamen) sowie das Geburtsdatum und das Geschlecht angeben. Liegen diese Daten nicht vor, können die US-Behörden die Buchung ablehnen und die Ausstellung von Bordkarten verbieten.

Für kurze Aufenthalte in Las Vegas kein Visum nötig

Deutsche benötigen für die Einreise prinzipiell kein Visum, sofern die Reisedauer nicht 90 Tage übersteigt und kein vorläufiger (grün), sondern ein regulärer (bordeauxrot) Reisepass vorliegt. Auch Kinder benötigen einen regulären Reisepass mit Foto, da der Kinderreisepass in der Regel nicht ausreicht.

Nach Buchung der Reise und mindestens drei Tage vor Abflug sollten sich Touristen bei den US-Behörden im Internet registrieren, um als Reisender im Rahmen des „Visa Waiver“ Programms gelistet zu werden. Dies geschieht über das Electronic System for Travel Authorization (ESTA), also einem elektronischen Reisegenehmigungssystem, das für alle verpflichtend ist. Die Genehmigung erfolgt in der Regel umgehend und sollte möglichst während des ganzen USA-Aufenthalts mit sich geführt werden. Die Kosten für die ESTA-Online-Registrierung betragen rund 14 Euro.

ESTA-Verfahren auch für Reisegruppen möglich

Mittlerweile ist ESTA auch problemlos für Gruppenreisen möglich. Zwar muss auf der Esta-Website weiterhin für jeden Reisenden ein gesonderter Antrag ausgefüllt werden. Jedoch können künftig vor dem Bezahlen weitere Anträge hinzugefügt werden. Die Bezahlung erfolgt dann am Schluss für alle angemeldeten Reisenden per Kreditkarte. Für jede Gruppe muss aber eine Kontaktperson angegeben werden.

Weitere Formalitäten erwarten Reisende bereits im Flugzeug: Dort müssen sie eine Zollerklärung ausfüllen, die sie bei der Einreise am Flughafen von Las Vegas den Beamten vorlegen müssen. Wichtig: Koffer sollten wegen der Kontrollen nicht verriegelt werden. Wer sein Gepäck dennoch abschließen möchte, sollte unbedingt ein TSA-Schloss benutzen. Sollten verdächtige Objekte bei einer Gepäckdurchleuchtung gefunden werden, kann das TSA-Schloss mit einem Generalschlüssel der US-amerikanischen Transportation Security Administration ohne Schaden anzurichten geöffnet und anschließend wieder verschlossen werden.

Zeitvertreib auf 12 Stunden Flug

Las Vegas liegt für Europäer nicht gerade um die Ecke. Für die Reise sollte viel Zeit eingeplant werden. Direktflüge von Deutschland aus gibt es bislang nur über die Fluggesellschaft Condor – und zwar ab Frankfurt/Main. Der Non-Stop-Flug dauert rund zwölf Stunden. Wer sich die Zeit vor und während des Fluges oder beim Zwischenstopp bei der Buchung von Gabelflügen vertreiben will, sollte unbedingt ein Tablet dabei haben.

Weil Las Vegas von seinen Casinos und Spielautomaten lebt und ständig danach strebt, neue Besucherrekorde aufzustellen, sind die Zimmer in den luxuriösen Hotels vergleichsweise günstig. Das Geld, was Reisende bei der Unterbringung sparen, soll lieber in den Glücksspieltempeln investiert werden. Apropos Geld: Eine Kreditkarte ist in den USA nahezu unverzichtbar. Dort werden fast alle Kreditkarten akzeptiert. Mit Kreditkarte und PIN-Nummer kann an Geldautomaten auch Bargeld abgehoben werden. Weniger stark verbreitet als in Deutschland ist die bargeldlose Zahlung mit der EC/Maestro-Karte an elektronischen Kassen.

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