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Hörsysteme im Urlaub
© obs/Bundesinnung der Hörakustiker KdöR/Olaf Malzah

Hörsysteme sicher auf Reisen mitnehmen: Diese Tipps helfen

Träger von Hörsystemen (also beispielsweise Hörgeräten) sollten bei der Reiseplanung ein paar Dinge mehr beachten als Personen ohne Mini-Computer am Ohr. Vor Urlaubsantritt sollten sie beim Hörakustiker einmal routinemäßig prüfen lassen, ob alles in Ordnung ist. Denn wenn im Urlaub plötzlich Probleme auftreten, ist im Ferienort nicht immer ein Hörakustikfachbetrieb zu finden. Beim Hörakustiker können sich Hörsystemträger außerdem vorab erkundigen, inwieweit sie ihre Hilfsmittel beim Schwimmen oder Baden tragen können.

Beim Fachpersonal erhalten auch Boxen, die vor Sonne, Sand und Wasser schützen und gut geeignet sind, um die Hörsysteme im Urlaub sicher zu verwahren. Ausreichend Pflegemittel und ein weiches Putztuch gehören ebenfalls in die Reisetasche bzw. in das Bordgepäck.

Genügend Ersatzbatterien für Hörsysteme mitnehmen

Wichtig: Es sollte ein ausreichender Vorrat an Ersatzbatterien mitgenommen und bei der Nutzung von Ladegeräten an die passenden Stecker oder Adapter gedacht werden – je nachdem, wohin die Reise geht. Für Flugreisende gilt: „Wer Bedenken hinsichtlich des Druckausgleichs bei Start und Landung hat, kann das Hörsystem währenddessen kurz herausnehmen“, sagt Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker (biha). „Ein individueller Gehörschutz hingegen macht das Fliegen auch für Normalhörende angenehmer und komfortabler. Ihn erhält man ebenfalls im Hörakustiker-Fachbetrieb. Für Menschen die Probleme mit dem Druckausgleich haben, gibt es hier speziellen Gehörschutz mit einem Filter, der den Druckausgleich verlangsamt und so Schmerzen verhindern kann.“

Vor dem Strandbesuch sollten Hörgeräte-Träger darauf achten, Sonnenmilch nicht in Kontakt mit dem Hörsystem zu bringen. Cremes und Lotionen können die Mikrofone der Geräte verstopfen und so zu schlechterem Hören führen oder das wertvolle Gerät schädigen. Daher gilt: erst cremen, dann Gerät einsetzen.

Achtung vor zu viel Nässe

Moderne Hörsysteme sind spritzwassergeschützt. Zu viel Nässe kann jedoch schaden, da die Mini-Computer Öffnungen an Mikrofon, Hörer und auch am Batteriefach haben. Durch diese kann Wasser eindringen und die Elektronik angreifen. Vor dem Baden sollte das Gerät deshalb in der Regel herausgenommen und in einem passenden Etui oder Behältnis an einem schattigen Ort aufbewahrt werden. Gelangen dennoch einmal Wasser oder Sand daran, empfiehlt es sich, dieses sofort vorsichtig mit einem weichen Tuch und einem speziellen Reinigungsmittel zu säubern. Hörsysteme sollte möglichst schattig gelagert werden, nicht über lange Zeit im sommerheißen Auto, denn zu viel Hitze schadet ihm.

Nach einem Tag am Wasser sollten die Hörsysteme nachts unbedingt in die Trockenbox gelegt, das Batteriefach geöffnet und die Batterien herausgenommen werden. So kann eventuelle Feuchtigkeit ausdünsten. Ist das Hörsystem trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einmal ins Wasser gefallen, sollte es zum Hörakustiker vor Ort gebracht werden. Der Experte kann beurteilen, ob ein Schaden entstanden ist und möglichen Fehlfunktionen auf den Grund gehen.

Vorsicht vor Dieben

Was häufig nicht beachtet wird: Die Mini-Computer fürs Ohr sind wertvoll und für Langfinger im Urlaub eine beliebte Beute. Deshalb sollte man sie nicht einfach auf dem Badelaken am Strand liegen lassen, sondern in das dafür vorgesehene Etui legen und gut wegpacken.

Bundesweit bieten rund 6.400 Hörakustiker-Betriebe eine kompetente, wohnortnahe Beratung sowie weitere Leistungen und umfangreichen Service rund um die Hörsystemversorgung an. Weitere Tipps und Informationen zu Hörsystemen und gutem Hören sind auch auf der Plattform www.richtig-gut-hoeren.de zu finden. Initiator der Webseite ist die Bundesinnung der Hörakustiker (biha).