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Deutsch-Tschechisches Abkommen zum Rettungsdienst unterzeichnet

Deutschland und Tschechien haben ein Abkommen über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rettungsdienst geschlossen. Dieses ermöglicht den Einsatz deutscher und tschechischer Rettungskräfte im Grenzgebiet des jeweils anderen Landes und soll somit die Unfallversorgung auf beiden Seiten der Grenze deutlich verbessern.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr: „Künftig kann derjenige Rettungsdienst helfen, der dem Unfallort am nächsten ist, auch jenseits der jeweiligen Grenze. Wir haben damit die Voraussetzung geschaffen, dass verunglückten Menschen schnell und zuverlässig geholfen wird.“ Patienten können somit durch den Rettungsdienst in die nächstgelegene und geeignete Gesundheitseinrichtung gebracht werden.

Rettungsdienst und Feuerwehrzentrale zusammengeführt

Dafür wurde im vergangenen Jahr eine Integrierte Leitstelle (ILS) in Nordoberpfalz in Weiden in der Oberpfalz eröffnet, in der Rettungsleitstelle und Feuerwehreinsatzzentrale zusammengeführt wurden. Diese ist für einen über 100 km langen Grenzabschnitt mit der Tschechischen Republik zuständig, verfügt mit der Autobahn A6 (E50) über den größten Grenzübergang und arbeitet bereits seit längerem mit dem regionalen Rettungsdienst in Pilsen zusammen.

Rettungsdienstabkommen wichtig für Bayern und Sachsen

Insbesondere für die an die Tschechische Republik grenzenden deutschen Bundesländer Sachsen und Bayern hat das Abkommen große Bedeutung. Es gibt vor, was in den künftigen Kooperationsvereinbarungen geregelt werden soll. Dazu gehören die Organisation des Rettungsdienstes, Vorgaben zur Durchführung eines Einsatzes, Festlegung von Qualitäts- und Sicherheitskriterien, Einzelheiten zur Haftpflichtversicherung oder Kommunikationsmethoden. Beide Bundesländer waren an der Vorbereitung des Vertrages intensiv beteiligt.

Bereits in der Vergangenheit gab es vereinzelte Initiativen zur Verbesserung der Zusammenarbeit im grenzüberschreitenden Rettungsdienst, wie Treffen von deutschen und tschechischen Rettungsdienstexperten oder Sprachschulungen von Mitarbeitern im Rettungsdienst.

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