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Vorbereitung des Auslandsstudiums

Auswahl der Hochschule für ein Auslandsstudium (Organisationen: DAAD, Erasmus, Sokrates)

erasmusplakat_WebOrganisationen wie der Deutsche Akademische Austausch Dienst DAAD bieten sehr umfangreiche Hilfe bei der Wahl der richtigen Hochschule, egal ob für ein oder mehrere Auslandssemester während Studiums, ein komplettes Auslandsstudium, einen Forschungsaufenthalt im Ausland (z.B. im Rahmen einer Promotion) oder auch für ein international ausgerichtetes Studium in Deutschland oder einen Studiengang mit Doppeldiplom. (www.daad.de)

Auf der Homepage kann auch eine Fachrichtung (z.B. Architektur) und ein Zielland eingegeben werden. Der Interessent erhält dann eine Liste mit den Universitäten oder Einrichtungen, die den gewünschten Studiengang im Ausland anbieten. Wer sich schon für ein Land entschieden hat, findet auf der Seite des DAAD unfangreiche Informationen zum jeweiligen Hochschulsystem, den Zulassungsbedingungen und den einzelnen Unis. Der DAAD bietet zudem eine umfassende kommentierte Linksammlung, in der nach Ländern oder Stichpunkten gesucht werden kann.

Hilfreiche Websites

Hilfreiche Websites für das AuslandsstudiumAuf www.mastersportal.eu kann beispielsweise nach Masterprogrammen in Europa für verschiedene Fachrichtungen gesucht werden.

Die Website www.stexx.eu (Student Experience Exchange) ist eine neue Sozialplattform, auf der Studenten von den Erfahrungen ihres Auslandsjahrs berichten und potenzielle Auslandssemestler beraten können.

Sehr hilfreich ist auch die Seite des deutschen Bildungsservers www.bildungsserver.de. Auf der Unterseite www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=501 finden sich diverse Suchmaschinen für Studiengänge im Ausland und internationale Studiengänge.

Auf www.hochschulkompass.de lässt sich leicht darstellen, mit welchen deutschen Hochschulen eine Ziel-Uni bereits Kooperationen eingegangen ist.

Auf www.studying-in-england.org/de finden Interessierte Informationen zum Thema Studieren in Großbritannien.

Flug

Einige Reisebüros haben sich auf günstige Angebote für Studenten spezialisiert. Zu nennen ist beispielsweise STA Travel (www.statravel.de), das mit über 35 Filialen in ganz Deutschland vertreten ist. Für einige Studentenangebote muss der internationale Studentenausweis ISIC vorgelegt werden (siehe „Internationaler Studentenausweis“). In jedem Fall sollten Sie immer prüfen, ob der Studententarif einer Fluggesellschaft wirklich günstiger ist als die entsprechenden Angebote der Billigflieger.

Sie sollten auch die Gepäckbestimmungen beachten. Nach mehreren Semestern im Ausland ist es meist schwer, mit 20 kg Gepäck auszukommen, um alle Erinnerungen in die Heimat zu transportieren. Manchmal lohnt sich also ein etwas teureres Ticket, das dafür mehr Gepäckmitnahme erlaubt, denn Übergepäck ist teuer. Zu beachten sind auch unbedingt die jeweiligen Zollbestimmungen, denn nicht jedes Souvenir darf eingeführt werden.

Internationaler Studentenausweis

Der internationale Studentenausweis ISIC (International Student Identity Card) wurde vor mehr als 40 Jahren als globaler Nachweis des Studierenden- und Schülerstatus eingeführt, um als Reisekarte mit Dokumentencharakter dieser Personengruppe den Zugang zu den weltweiten studentischen Vergünstigungen und Services zu erleichtern.

In 118 Ländern der Welt wird die Karte akzeptiert und sollte daher in keinem Reisegepäck fehlen. Das Erstellen des Ausweises kostet 12 Euro. Beantragt werden kann er in einer der etwa 500 ISIC-Ausgabestellen in Deutschland oder online auf https://www.isic.de/de/isic-beantragen/.

Unter www.isic.de finden Sie alle wichtigen Informationen.

Unterkunft/Wohnung

Buildings_WebFür einen Auslandsaufenthalt eine Wohnung oder ein Zimmer zu finden, in dem man sich wohl und sicher fühlt und sich gerne aufhält, ist sehr wichtig. Insbesondere nach einem anstrengenden Tag an der Uni oder bei der Arbeit – und womöglich der anfangs noch anstrengenden Kommunikation in einer Fremdsprache – ist es sehr viel wert, sich abends in seine eigenen vier Wänden zurückziehen zu können.

Oftmals ist es im Ausland jedoch üblich, sich mit anderen Studenten sogar ein Zimmer zu teilen. Je nach Zielland variieren die Mietpreise sehr stark und zum Teil ist Wohnen auf engstem Raum oder in sehr bescheidenen Umständen der Normalfall. Wir raten, sich im Vorfeld genau zu überlegen, wie man unter den gegebenen Bedingungen ideal wohnen kann und sich selbst eine Liste anzufertigen, welche Punkte einem in diesem Zusammenhang wichtig sind.

Ein guter Ausgangspunkt für die Suche nach einer Wohnung oder einem WG-Zimmer ist üblicherweise die Homepage der Ziel-Uni oder der Institution. Auch die manchmal schon etwas altmodisch anmutenden „Schwarzen Bretter“ helfen oft weiter und geben eine erste Orientierung über das Preisniveau. Hilfe bieten zudem die „international offices“ der Hochschulen, die auch über Wohnmöglichkeiten in Studentenwohnheimen informieren.

Im Internet lässt sich schon aus der Ferne nach einem WG-Zimmer suchen, beispielsweise auf Seiten wie www.wg-gesucht.de, die auch international Zimmer vermitteln. Auch das Portal www.justlanded.de bietet unter der Rubrik „Immobilien“ WG-Zimmer und Wohnungen zur Miete. Housing Anywhere ist eine internationale Unterkunftsplattform für Studierende, Berufseinsteiger und Expats, arbeitet mit 140 Universitäten zusammen und ist in 50 Ländern präsent.

Einreise/Aufenthalt

Rechtzeitig vor dem Auslandsaufenthalt sollten Sie prüfen, welche Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen im Gastland gelten. Benötigen Sie als Student ein besonderes Visum? Wie lange dauert die Bearbeitungszeit, welche Dokumente müssen dafür vorgelegt werden? Darf neben dem Studium im Gastland gejobbt werden? Dies alles sind Fragen, die gestellt und beantwortet werden müssen.

Informationen erteilen die Botschaften des jeweiligen Landes (meistens auch mit umfassenden Informationen auf den Homepages), das Auswärtige Amt (www.auswaertiges-amt.de) und diverse auf Visumfragen spezialisierte Agenturen. Zu nennen ist zum Beispiel die CIBT Visum Centrale mit fünf Niederlassungen in Deutschland: www.visum-centrale.de.

Dokumente

Es empfiehlt sich, Kopien von wichtigen Dokumenten (z.B. Reisepass, Impfausweis, Geldkarten, Visum) anzufertigen und sowohl mitzunehmen, als auch an einem sicheren Ort zu Hause (z.B. gut zugänglich bei den Eltern, die über alle Unterlagen informiert werden sollten) zu deponieren. Eventuell kann es erforderlich sein, Kopien von Ausbildungs- oder Studienzeugnissen mitzunehmen. Eine genaue Absprache mit der ausländischen Hochschule oder Institution im Vorfeld des Aufenthaltes kann Missverständnisse verhindern und viel Arbeit sparen.

Anerkennung der Leistungen von ausländischen Hochschulen

Inwieweit Leistungen, die an ausländischen Unis erbracht wurden, an der deutschen Hochschule anerkannt werden, hängt davon ab, ob zwischen den einzelnen Hochschulen Partnerschaften oder so genannte Learning Agreements bestehen, die Fragen der Anerkennung vertraglich regeln. Es gibt in dieser Sache keine bundesweit einheitliche Regelung.

Unverzichtbar ist, die entsprechende Prüfungsordnung vor dem Auslandsaufenthalt zu konsultieren und bereits im Vorfeld die Fragen der Anerkennung zu klären, damit nicht nach absolvierten Auslandssemestern die böse Überraschung in Form einer Ablehnung der Leistungen an der Heimathochschule blüht.

Umfassende Informationen zur Anerkennung von Leistungen finden Sie auf www.anabin.de (anabin steht für „Anerkennung und Bewertung ausländischer Bildungsnachweise“). Besonders die FAQs geben einen guten Überblick über relevante Fragestellungen. Auf EU-Ebene wurden dafür in den einzelnen Mitgliedsstaaten Informationszentren für die Anerkennung eingerichtet, die für Fragen zur Verfügung stehen. Alle weiteren Details finden Sie unter www.enic-naric.net/index.aspx.

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Absicherung

Wie auch hierzulande sind die wichtigsten Versicherungen für den Auslandsaufenthalt die Kranken- und Haftpflichtversicherung. Sie sollten unbedingt überprüfen, ob diese beiden Policen eine weltweite Gültigkeit haben. Innerhalb der EU gilt die Europäische Krankenversichertenkarte, die Sie bei einem Studienaufenthalt in einem EU-Land bei Ihrer Gesetzlichen Krankenkasse beantragen können. Aber Vorsicht: Die Kassen erkennen nicht alle im Ausland erbrachten Leistungen an und häufig müssen Sie privat in Vorleistungen gehen. Damit Sie nicht auf Ihren Kosten sitzen bleiben, sollten Sie möglichst eine private Zusatzversicherung abschließen. Außerhalb der EU sollten Sie zwingend eine weltweit gültige Auslandskrankenversicherung abschließen. Achten Sie dabei darauf, ob die Police auch Arzt- und Krankenhausbesuche im Ausland abdeckt.

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Der BDAE hat ein Auslands-Service-Paket geschnürt, über das Sie im Rahmen der BDAE-Mitgliedschaft schon einige Absicherungsmöglichkeiten inklusive haben. Auf www.bdae.com/de/mitgliedschaft/vorteile.htm erfahren Sie mehr über die Vorteile dieses Angebots.

Sprachkenntnisse (z.B. TOEFL)

Englisch_WebVon einem Auslandsstudium oder Praktikum profitiert am meisten, wer die Landessprache beherrscht. Da gerade für ein Auslandssemester und eine wissenschaftliche Arbeit Grundkenntnisse nicht reichen, sollten Sie rechtzeitig Sprachkompetenz erwerben.

Einige Universitäten fordern Nachweise über Sprachkenntnisse an. Am bekanntesten ist der TOEFL-Test (Test of English as a Foreign Language) aus dem englischsprachigen Raum, der weltweit in 180 Ländern angeboten wird und internetbasiert oder konventionell in Papierform abgelegt werden kann. Bitte beachten Sie dabei die Anmeldefristen für den Test und die Kosten von ca. 225 US-Dollar. Informationen zum TOEFL-Test und zu den Testzentren finden Sie unter www.de.toefl.eu.

Weitere häufig geforderte Sprachnachweise sind das Cambridge Certificate of Proficiency in English (CPE, Infos unter www.cambridgeesol.org/exams/general-english/cpe.html), das International English Language Testing System (Infos unter http://www.europaeischer-referenzrahmen.de/ielts.php und Anmeldung unter https://www.britishcouncil.de/pruefung/ielts) und für die USA auch der Scholastic Aptitude Test (SAT, www.sat.collegeboard.com/home).

Sprachzertifikate im Überblick:

  • TOEFL Test (USA/Kanada)
  • IELTS Test (Australien/Neuseeland)
  • Cambridge Certificates (Großbritannien und weltweit)
  • DELF / DALF (Frankreich)
  • DELE (Spanien, Chile, Argentinien, Mexiko)
  • HSK und JLPT (China und Japan)

Der Europäische Referenzrahmen zur Einschätzung von Sprachkenntnissen:

Der Europäische Referenzrahmen für Sprachen (engl.: Common European Framework of Reference for Languages – CEF) sistet sechs so genannte Kompetenzstufen (A1, A2, B1, B2, C1 und C2) zur einheitlichen Beurteilung von Sprachkenntnissen bei Nicht-Muttersprachlern. Er wurde 2001 vom Europarat als offizieller Standard für Sprachlernende und Sprachlehrende verabschiedet und kommt inzwischen weltweit zum Einsatz. Studierende, die sich im Ausland auf ein Praktikum, Studium oder einen Job bewerben, sollten ihn zur Beurteilung ihrer eigenen Sprachkenntnisse unbedingt heranziehen.

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Bilder: Mihai Tufa für BDAE