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Acht Tipps für die optimale Urlaubskasse

Die Hauptreisezeit beginnt – und damit Urlauber im Ausland flüssig sind, sollten sie sich vorab über die Zusammensetzung ihrer Urlaubskasse Gedanken machen. Die BayernLB, Lieferant von Währungen, insbesondere für die bayerischen Sparkassen und deren Kunden, gibt praktische Tipps.1. Zusammensetzung der idealen Urlaubskasse

Verbraucherschützer und Reisefachleute empfehlen, die Urlaubskasse auf Bargeld, Girocard (früher: EC-Karte) und Kreditkarte zu verteilen. Sonst stehen Urlauber im schlimmsten Fall ohne Geld da. Bargeld wird überall akzeptiert, ist aber im Fall eines Diebstahls meist unwiederbringlich verloren. Giro- und Kreditkarten sind zwar sicherer, allerdings lassen sich damit oft nur schwerlich Eis und Cappuccino an der Strandbude bezahlen.

2. Die richtige Menge an Bargeld für den Urlaub

Urlauber sollten sich schon vor der Abreise genug Bargeld in der Währung des Urlaubslands besorgen, um am Ankunftstag eine eventuelle Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel, erste kleine Einkäufe und am besten auch das erste Abendessen bezahlen zu können – auch wenn in Deutschland höhere Kosten als im Ausland anfallen können. Dann muss man den Urlaub nicht mit der hektischen Suche nach einem Geldautomaten beginnen. Reisenden mit sehr ausgefallenen oder abgelegenen Zielen wird empfohlen, vorher abzuklären, ob es am Urlaubsort überhaupt einen Geldautomaten oder eine Bank gibt, und sonst entsprechend mehr Bargeld mitzunehmen. Sparkassen und Banken in Deutschland können Währungen meist innerhalb von wenigen Tagen besorgen. Bei der BayernLB können die Institute rund 80 verschiedene Währungen bestellen. Neben gängigen Währungen wie dem US-Dollar, dem Britischen Pfund oder dem Schweizer Franken sind darunter auch Exoten wie der Fidschi Dollar, der Costa Rica Colon oder die Mauritius Rupie.

3. Wie viel Bargeld erlaubt ist

In etlichen Ländern ist Vorsicht geboten. So verbieten manche Staaten – darunter auch einige klassische Urlaubsländer – die Ein- und Ausfuhr von Bargeld in der Landeswährung komplett. Andere Länder haben Obergrenzen festgelegt. Weitere Informationen dazu gibt das Auswärtige Amt in den einzelnen Länderinformationen.

4. Der richtige Ort zum Geldwechseln

Neben der Möglichkeit, an einem Geldautomaten Bargeld direkt in der Landeswährung abzuheben, können in Banken oder autorisierten Wechselstuben Euro umgetauscht werden. Allerdings sollte man auch dort unbedingt die Gebühren vergleichen. Bei Privatpersonen oder Straßenhändlern Geld zu wechseln, sollte man tunlichst vermeiden, denn dabei könnte man ungültige Banknoten verkauft bekommen. Die häufigsten Betrugsfälle verzeichnen Urlauber beim Restgeld. In Tschechien werden den unwissenden Touristen häufig die wertlosen 20 tschechischen Kronen oder die bereits außer Kurs gesetzten 50 tschechischen Kronen ausgegeben. Auch in Ungarn bekommen Urlauber häufig den nicht mehr gültigen grünen 200-Forint-Schein als Restgeld.

5. Rücktausch in Euro

Münzgeld kann man leider nicht in Euro zurücktauschen, Scheine allerdings schon. Urlauber sollten aber beachten, dass bei einigen Währungen auch bestimmte Scheine vom Rücktausch ausgeschlossen sind. Das ist dann der Fall, wenn die Hauptwährung nicht nur in Münzgeld, sondern auch in Scheine unterteilt ist. Beispiele dafür sind die Piaster in Ägypten (100 Piaster = 1 ägyptisches Pfund), die Baisa in Oman (1000 Baisa = 1 omanischer Rial) und die Jiao in China (10 Jiao = 1 Yuán). Diese Stücke werden von Banken in Deutschland wie Münzen behandelt und nicht getauscht. Reisende sollten vor der Heimreise genau die Reste ihrer Urlaubskasse anschauen und „Bruchteile“ der lokalen Währung in möglichst große Einheiten umtauschen.

6. Eine Kreditkarte anschaffen

Die Kreditkarte ist insbesondere in klassischen Kreditkarten-Ländern wie den USA eine nützliche Ergänzung. Mit ihr lassen sich umgehend die Rechnungen für Hotel, Mietwagen oder Abendessen begleichen. Allerdings sollten Verbraucher auch im Ausland umsichtig mit der Kreditkarte umgehen und beispielsweise keine Blanko-Belege unterschreiben. Reisende, die ihre Girocard – also die frühere EC-Karte – mitnehmen wollen, sollten sich unbedingt vor der Abfahrt über Gebühren im Urlaubsland informieren. Außerdem sollten sie bei ihrer Bank nach der Akzeptanz fragen. Das gilt insbesondere seit Einführung der Karten mit dem aufgedruckten V-Pay-Logo. Diese sind zwar technisch sicherer, können aber außerhalb Europas nicht mehr von allen Geldautomaten gelesen werden. Kurz gesagt: Wer einen anderen Kontinent besucht, nimmt am besten neben seiner Girocard auch eine Kreditkarte mit.

7. Die „richtigen“ Währungskurse kennen

In Zeitungen oder im Internet werden Devisenkurse veröffentlicht. Devisen werden aber ausschließlich für bargeldlose Transaktionen über Konten herangezogen. Wer bei seiner Bank jedoch Euro in ausländisches Bargeld („Sorten“) wechselt, der kauft eine physische Ware. Diese muss aus dem Ausland im- und exportiert werden, wofür Kosten für Transport, Versicherung und Lagerung anfallen. Diese Kosten spiegeln sich im jeweiligen Sortenkurs wider – bei exotischen Währungen deutlich stärker als bei gängigen.

8. Reisecheck ist veraltet

In Deutschland werden Reiseschecks seit Jahresbeginn 2016 nicht mehr verkauft. Reiseschecks haben in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung verloren. Die Beschaffung ist verhältnismäßig teuer, und sie werden im Ausland kaum mehr angenommen. Die Kreditkarte hat den Reisescheck verdrängt.