Group of cheerful happy students holding world globe and looking at camera leaning on white wall at campus and showing thumbs up. International education concept

Geförderte Ausbildung im Ausland – eine Win-Win-Situation

Wer als Azubi neugierig auf andere Länder ist und seine Sprachkenntnisse verbessern möchte, kann während seiner Ausbildung ins Ausland gehen. Eine Möglichkeit, die noch viel zu wenig Auszubildende nutzen – zum großen Teil aus Unwissenheit, auch seitens der Ausbildungsfirmen. Denn Azubis aller Fachrichtungen können laut Festlegung im Berufsbildungsgesetz grundsätzlich eine festgelegte Ausbildungszeit im Ausland verbringen.

Die wachsende Verflechtung wirtschaftlicher Beziehungen über die Grenzen hinaus erfordert Beschäftigte, die schon frühzeitig mit dem Auslandsgeschäft vertraut sind. Unternehmen brauchen zukünftig verstärkt Mitarbeiter, die fit für die globalisierten Märkte sind. Die Ausbildung im Ausland ist ein erster, richtiger Schritt. Unternehmen profitieren von gesteigerter Motivation, Fremdsprachenkenntnissen, ersten Kontakten ins Ausland, Persönlichkeitsentwicklung und Selbstvertrauen ihrer Mitarbeiter. Für alle drei Parteien – den Azubi, den Ausbildungsbetrieb und den ausländischen Praktikumsbetrieb – ist es eine Win-Win-Situation. Und die Europäische Union unterstützt die Berufsausbildung ohne Grenzen mit einigen Förderprogrammen.

Bis zu einem Viertel der Ausbildungszeit im Ausland

Im Berufsbildungsgesetz ist geregelt, dass Azubis bis zu einem Viertel ihrer Ausbildungszeit als geförderte Ausbildung im Ausland absolvieren können. Was die Azubis im Ausland lernen sollen, wird bei allen Programmen vor der Reise mit ihnen, dem Ausbilder und den Auslandsbetrieb vereinbart. Die spezielle Ausbildungsmaßnahme wird im Ausbildungsvertrag aufgenommen, wenn das Einverständnis des auszubildenden Unternehmens vorliegt.

Die Ausbildungsfirma zahlt die Ausbildungsvergütung auch während des Auslandsaufenthalts. Der aufnehmende Betrieb kann einen Teil davon übernehmen. Ausbildungsfirmen erhalten aber für ihre Azubis einen finanziellen Zuschuss pro Woche. Kosten für Reise und Unterkunft muss der Azubi tragen. Dafür gibt es Zuschüsse durch EU-Förderprogramme. Die Mindestdauer für die Förderung beträgt drei Wochen.

Wer Interesse an einem Auslandsaufenthalt während der Ausbildung hat, sollte sich rechtzeitig informieren und Details einholen, um seinen Aufenthalt sorglos genießen zu können.

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