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Beiträge mit Tag ‘Verbraucherschutz Pauschalreisen’

Gerichtsurteil: Reisende müssen sich selbst um geänderte Flugzeiten kümmern

Nach der Buchung eines Fluges können sich die Flugzeiten auch noch kurz vor Reisebeginn ändern. Veranstalter müssen ihre Kunden jedoch nicht extra darüber informieren. Das geht aus einem kürzlich gefällten Urteil des Amtsgerichts München hervor (Az.: 281 C 3666/13).

Vorher bekannte Insektenplage ist Reisemangel

Ist ein Veranstalter darüber informiert, dass es in einem Reisegebiet eine Plage mit gesundheitsschädlichen Insekten gibt, muss er seine Kunden vor Reiseantritt informieren. Macht er das nicht, steht Reisenden eine Reisepreisminderung zu. Dies geht aus einem Urteil des Landgerichts Frankfurt hervor (Az.: 2-24- O 12/10).

Urlaub: Störende Muezzin-Rufe bringen keinen Schadenersatz

Auch wenn sich Urlauber während einer Türkeireise durch laute Muezzin-Rufe schon am frühen Morgen massiv gestört fühlen, haben sie keinen Anspruch auf Schadenersatz. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Hannover hervor (Az.: 559 C 44/14).

Reisevertrag muss verbindliche Flugzeiten enthalten

Anbieter von Pauschalreisen müssen in ihre Reiseunterlagen verbindliche Flugzeiten aufnehmen. Die Praxis einiger Reiseveranstalter, bei der in Verträgen die endgültigen Reisezeiten noch offen gehalten werden, ist demnach nicht rechtens. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofes (Az.: X ZR 24/13, BGH) hervor.

Drei Tage kürzere Reise bringt Schadenersatz

Werden nach der Buchung einer Reise deren Daten kurzfristig verschoben und verkürzt sich dadurch der Urlaub erheblich, steht den Reisenden Schadenersatz zu. Das verdeutlicht ein Urteil des Landgerichts Hamburg (Az.: 313 O 55/11).

Flugzeiten bei Pauschalreisen werden verbindlicher

Der Bundesgerichtshof stärkt mit einem aktuellen Urteil zu Flugzeiten die Rechte von Pauschalreisenden: Danach sind "voraussichtliche" Flugzeiten zwar nicht immer einzuhalten, ohne sachlichen Grund darf man sie aber nicht ändern.

Türkeiurlaub: Reiseveranstalter haftet nicht für verschmutzten Badestrand

Finden Urlauber an ihrem Reiseziel einen stark verschmutzten Strand vor, kann der Reiseveranstalter in der Regel nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Das geht aus einem kürzlich gefällten Urteil des Amtsgerichts München hervor (Az.: 132 C 15965/12).

Pauschalreisen: EU will Verbraucher stärken

Die Europäische Kommission möchte Urlauber auf Pauschalreisen besser schützen. Sie hat deswegen vorgeschlagen, die EU-Vorschriften für Pauschalreisen zu modernisieren. Die derzeit gültige Richtlinie aus dem Jahr 1990 bietet Verbrauchern, die Pauschalreisepakete zwar beispielsweise mit Flug, Unterkunft und Mietwagen buchen, einen umfassenden Schutz, etwa bei Insolvenz eines Reiseveranstalters.