Beiträge mit Tag ‘Reiserecht’

Entschädigung bei Ausfall wegen erkranktem Piloten

Fällt ein Flug aufgrund der Erkrankung des Piloten aus und verspätet sich der Flug dadurch massiv, haben Reisende Anspruch auf eine Ausgleichszahlung entsprechend der EU-Fluggastrechteverordnung. Das verdeutlicht ein Urteil des Amtsgerichts Königs Wusterhausen (Az.: 9 C 138/12).

Reisevertrag: Namensklausel jetzt ungültig

Eine Klausel in einem Reisevertrag, die es dem Veranstalter ermöglicht, bei Namensänderungen beliebig hohe Kosten zu verlangen, ist unrechtmäßig. Das hat jetzt ein aktuelles Gerichtsurteil ergeben.

Pauschalreisen: EU will Verbraucher stärken

Die Europäische Kommission möchte Urlauber auf Pauschalreisen besser schützen. Sie hat deswegen vorgeschlagen, die EU-Vorschriften für Pauschalreisen zu modernisieren. Die derzeit gültige Richtlinie aus dem Jahr 1990 bietet Verbrauchern, die Pauschalreisepakete zwar beispielsweise mit Flug, Unterkunft und Mietwagen buchen, einen umfassenden Schutz, etwa bei Insolvenz eines Reiseveranstalters.

Reiserecht: Neues Portal bietet Telefonschlichtung

Bei Streitigkeiten rund um das Thema Reisen und Urlaub können Betroffene nun über eine neue Online-Einrichtung eine Telefonschlichtung zur außergerichtlichen Beilegung von Konflikten nutzen.

Bahn muss Entschädigung auch bei höherer Gewalt zahlen

Regelmäßig wurden in den vergangenen Jahren die Fahr- und Fluggastrechte für Bahn und Flieger von den zuständigen Gerichten gestärkt. Der Europäische Gerichtshof hat nun entschieden, dass für die Bahn sogar in Fällen höherer Gewalt eine Entschädigungspflicht besteht. Das ist eine echte Neuerung. Die ARAG-Rechtsexperten erläutern das Urteil.

Schadensersatz bei verpasstem Anschlussflug

Der Bundesgerichtshof (BGH, Az. X ZR 123/10) hat in einem jetzt gefällten Urteil die Anwendung der EU-Fluggastrechteverordnung für die Fälle präzisiert, bei denen Reisende infolge der Flugverspätung ihren Anschlussflug nicht bekommen und deshalb ihr Endziel erst mit einer Verspätung von mehr als drei Stunden erreichen.

Mängel bei Pauschalreise: Veranstalter muss nicht immer haften

Liegt ein Reisemangel bei einer Pauschalreise nachweislich außerhalb des Einflussbereichs eines Reiseveranstalters, so hat ein Reisender weder Anspruch auf Schadenersatz noch darauf, den Reisepreis zu mindern.

Flugverspätungen werden nicht doppelt entschädigt

Kommt es zu erheblichen Flugverspätungen, haben Reisende Anrecht auf eine Ausgleichszahlung entsprechend der EU-Fluggastrechteverordnung, jedoch kann dann nicht noch zusätzlich eine Reisepreisminderung gefordert werden. Das geht aus einem kürzlich gefällten Urteil des Amtsgerichts Rostock hervor (Az.: 47 C 256/12).

Flugverspätung: Geld zurück bei austretendem Hydrauliköl

Verspätet sich ein Flug dadurch, dass am Fahrgestell Hydrauliköl austritt, haben Passagiere Anspruch auf eine Ausgleichszahlung nach der EU-Fluggastrechteverordnung. Das ist das Ergebnis eines Urteil des Landgerichts Stuttgart (Az.: 13 S 227/10).

Schadensersatz bei verschobenem Flug

In der Tourismusbranche kommt es oft vor, dass früh gebuchte Reisen verschoben werden oder nachträglich Zwischenhalte eingeplant werden, was die Reisezeit verlängert. In einem konkreten Fall war der Rückflug vom Vormittag um mehr als sieben Stunden nach hinten verschoben worden.