Beiträge mit Tag ‘Reiserecht’

Reisemangel im Urlaub: Wofür es Geld zurück gibt

Je größer die Vorfreude auf den Urlaub, umso größer die Enttäuschung, wenn nicht alles so ist wie gewünscht. Der ADAC informiert, wann Reisende einen Anspruch auf Rückerstattung haben. Die häufigsten Beschwerden betreffen Flug, Gepäck, Verpflegung und Lärm.

Vorher bekannte Insektenplage ist Reisemangel

Ist ein Veranstalter darüber informiert, dass es in einem Reisegebiet eine Plage mit gesundheitsschädlichen Insekten gibt, muss er seine Kunden vor Reiseantritt informieren. Macht er das nicht, steht Reisenden eine Reisepreisminderung zu. Dies geht aus einem Urteil des Landgerichts Frankfurt hervor (Az.: 2-24- O 12/10).

Urlaub: Störende Muezzin-Rufe bringen keinen Schadenersatz

Auch wenn sich Urlauber während einer Türkeireise durch laute Muezzin-Rufe schon am frühen Morgen massiv gestört fühlen, haben sie keinen Anspruch auf Schadenersatz. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Hannover hervor (Az.: 559 C 44/14).

Reisen mit der Bahn: Rechte bei Sitzplatzreservierung

Reisen per Bahn kann sehr bequem sein: Wenn Sie mit Ihrem Zugticket eine Sitzplatzreservierung buchen, ist Ihnen ein Platz sicher. Die ARAG-Rechts-Experten sagen, welche Rechte Sie als Fahrgast haben.

Späterer Reisebeginn ist Entschädigungsgrund

Verlegt ein Veranstalter die gebuchte Reise gleich um mehrere Tage nach hinten, haben Reisende Anspruch auf die Zahlung einer Entschädigung, falls keine entsprechende Ersatzreise angeboten werden kann. Das verdeutlicht ein Urteil des Amtsgerichts Köln (Az.: 142 C 210/12).

Reisevertrag muss verbindliche Flugzeiten enthalten

Anbieter von Pauschalreisen müssen in ihre Reiseunterlagen verbindliche Flugzeiten aufnehmen. Die Praxis einiger Reiseveranstalter, bei der in Verträgen die endgültigen Reisezeiten noch offen gehalten werden, ist demnach nicht rechtens. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofes (Az.: X ZR 24/13, BGH) hervor.

Verpasster Anschlussflug bringt nicht immer Entschädigung

Passagiere haben in der Regel einen Anspruch auf Ausgleichszahlung, wenn sie durch eine Verspätung ihren Anschlussflug verpassen. Starten diese Flüge jedoch unabhängig voneinander, steht ihnen keine Ausgleichszahlung zu.

Drei Tage kürzere Reise bringt Schadenersatz

Werden nach der Buchung einer Reise deren Daten kurzfristig verschoben und verkürzt sich dadurch der Urlaub erheblich, steht den Reisenden Schadenersatz zu. Das verdeutlicht ein Urteil des Landgerichts Hamburg (Az.: 313 O 55/11).

Flugzeiten bei Pauschalreisen werden verbindlicher

Der Bundesgerichtshof stärkt mit einem aktuellen Urteil zu Flugzeiten die Rechte von Pauschalreisenden: Danach sind "voraussichtliche" Flugzeiten zwar nicht immer einzuhalten, ohne sachlichen Grund darf man sie aber nicht ändern.

Türkeiurlaub: Reiseveranstalter haftet nicht für verschmutzten Badestrand

Finden Urlauber an ihrem Reiseziel einen stark verschmutzten Strand vor, kann der Reiseveranstalter in der Regel nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Das geht aus einem kürzlich gefällten Urteil des Amtsgerichts München hervor (Az.: 132 C 15965/12).