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Beiträge mit Tag ‘Reiseapotheke’

Was Urlauber in die Reiseapotheke packen

Viele Deutsche flüchten in den Herbstferien vor dem schlechten Wetter und reisen in noch sonnige und warme Gefilde. Vor allem bei Familien fast immer im Gepäck: die Reiseapotheke. Etwa drei Viertel der Deutschen (72 Prozent) haben laut einer Umfrage des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov eine Reiseapotheke im Reisegepäck.

Impfungen und Reiseapotheke: Was vor Reisebeginn beachtet werden sollte

Für viele beginnt bald die schönste Zeit des Jahres – die Urlaubszeit. Damit diese erholsam und entspannend wird, sollten einige Vorkehrungen getroffen werden.

Ferne Urlaubsreisen: Wie Sie sich in punkto Gesundheit vorbereiten

Wer sich aktuell mit der Planung einer Auslandsreise in „exotische“ Länder auseinandersetzt, stellt fest, dass vielerorts Gesundheitsrisiken bestehen. Besonders präsent ist etwa die Ebola-Epidemie, die sich seit März 2014 in Westafrika von Guinea ausgehend auf Sierra Leone und Liberia ausweitet und partiell auch in Nigeria und im Kongo auftritt.
Magenschmerzen sind im Ausland häufiger Begleiter

Was bei Bauch- und Magenschmerzen auf Auslandsreisen hilft

Dieser Artikel wurde am 04.06.2020 aktualisiert. Magenschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen auf Auslandsreisen. Wer verreist, sollte deshalb unbedingt eine entsprechend ausgestattete Reiseapotheke in den Koffer packen. Jeder dritte Deutsche erkrankt auf Auslandsreisen Ärgerlich, aber nicht immer vermeidbar: Vor allem bei Aufenthalten in tropischen Ländern ist das Risiko hoch, sich beim Aufenthalt im Ausland eine Erkrankung als unerwünschtes Urlaubssouvenir einzufangen. Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall oder Verstopfung stehen hoch im Kurs. Laut einer Statista-Umfrage im Auftrag der DAK aus dem Jahr 2019 war jeder Fünfte (19 Prozent) im Urlaub von einem Magen-Darm-Infekt betroffen. Dabei lassen sich diesen Infekten im Gegensatz zu den häufiger auftretenden Erkältungen oder Stürzen recht einfach vorbeugen. Hierzu sollte man einfach darauf achten, was auf den Teller kommt. Dem Körper unbekannte Gerichte, zubereitet mit ebenso unbekannten Zutaten: Diese Kombination birgt leider eine erhöhte Gefahr für solche Magenschmerzen. Denn unbekannte Bakterien können die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen. Ideal also, wenn man ein Mittel gegen Durchfall oder Magenschmerzen auf Reisen parat hat. Besonders schnell wirkt der Wirkstoff Racecadotril, etwa im Medikament Vaprino (rezeptfrei in der Apotheke) gegen akuten Durchfall und ist dabei gleichzeitig gut verträglich. Bereits 30 Minuten nach der Einnahme setzt der Wirkmechanismus (Enzymhemmung) ein. 50 Prozent der Patienten erholen sich nach Einnahme von Racecadotril bereits innerhalb von zehn Stunden, 80 Prozent innerhalb eines Tages. Gesundheitsexperte Thomas Frieling von den HELIOS-Kliniken betont allerdings, dass nicht einmal Essen nötig sei, um den Magen zu verstimmen: „Es ist ein häufig zu beobachtendes Phänomen, dass Patienten über Verstopfung im Urlaub berichten. Mögliche Auslöser können etwa die Zeitumstellung, andere Nahrungsmittel oder Stress sein.“ Der Mediziner rät: „Wer zu Verstopfung neigt, sollte daher sanfte Laxantien in der Reiseapotheke greifbar haben“. Sanfte Abführmittel wie Laxoberal oder Dulcolax können eingesetzt werden, wenn auf dem stillen Örtchen nichts mehr geht. Ihre Wirkstoffe Natriumpicosulfat und Bisacodyl sind gut verträglich und zuverlässig wirksam bei Verstopfung. Perfekte Kombination für Magenschmerzen: Stress und ungewohntes Essen Stress und ungewohntes Essen können gerade in Kombination zu unangenehmem Zwicken im Magenbereich führen. Betroffene kämpfen dann auf Auslandsreisen oft mit Magenschmerzen und Krämpfen. Hilfreich sind hier krampflösende Medikamente. Wer bereits im Vorfeld mit Krämpfen rechnet, kann zur Vorsicht etwa auf offene Buffets verzichten. Die Kombination aus einem Krampflöser mit einem magenverträglichen Schmerzmittel (z.B. Buscopan PLUS) hilft, die begleitenden schmerzhaften Verkrampfungen der Magen-Darm-Muskulatur bei Durchfall zu lindern. Vor allem bei krampfartigen Bauchschmerzen sollte man sich ganz bewusst für die gezielte Therapie mit Krampflösern entscheiden. Vermeintlich hilfreiche „klassische“ Schmerzmittel wie ASS oder Ibuprofen lösen als Nebenwirkungen leider selbst häufig Bauchkrämpfe aus. Magenschmerzen vorbeugen mit frischen und ausgewählten Zutaten Die wichtigsten Verhaltensregeln beim Essen in fremden Ländern: Reisende sollten frisch zubereitete, gut durchgegarte Gerichte wählen. Obst dagegen ist dann am besten, wenn man es vorher selbst schälen kann. Zu meiden sind dagegen angemachte Salate, Mayonnaise und Cremes – auch hier ist das offene Buffet ein besonderer Gefahrenherd. Nur original verpackte oder abgekochte Getränke zu sich nehmen. Die Gefahr lauert nicht nur am Esstisch: Selbst beim Zähneputzen sollte man auf Nummer sicher gehen und auf keimfreies Wasser achten. Und außerdem mehrmals täglich die Hände waschen. Allgemeiner Tipp: viel Trinken. Denn das stärkt den eigenen Körper und beugt mancher Krankheit vor – und hilft bei der Regeneration, wenn man dann doch krank wird. Für den Notfall sollte man aber trotzdem Medikamente gegen akuten Durchfall oder Magenschmerzen im Koffer haben. [caption id="attachment_43474" align="alignnone" width="2560"] © Wayhome Studio – AdobeStock[/caption] Tipps für die Reiseapotheke Als Grundausstattung für die Reiseapotheke empfiehlt der ADAC-Ambulanz-Service nicht nur verschiedene Arzneimittel, sondern auch praktische Hilfsmittel für den kleinen oder großen Notfall: Verletzungen: Einmalhandschuhe, Heftpflaster, sterile Kompressen, elastische Binden, Wundpflaster, Wunddesinfektionsspray (ohne Jod), Pinzette und Schere aus Metall (bei Flugreisen nicht ins Handgepäck!), kleine Taschenlampe mit Ersatzbatterien Schmerzen: Ibuprofen, Paracetamol Insektenstiche: Insektenschutzmittel, Salbe gegen Juckreiz Infektionen: Fieberthermometer Reisekrankheit: Dimenhydrinat, Domperidon, Akupressurbändchen Durchfall: Loperamid, Saccharomyces-Präparate, ORS-Elektrolytpulver Erkältungskrankheiten: Abschwellende Nasentropfen (Oxy- oder Xylometazolin), Mittel gegen Husten Erbrechen: Metoclopramid (nicht für Kinder unter zwei Jahren) Verstopfung: Lactulose-, Bisacodylpräparate [caption id="attachment_43473" align="alignnone" width="1010"] © Alliance – AdobeStock[/caption] Statt den Ernstfall abzuwarten und dann in der Fremde nach dem passenden Medikament, geschweige denn der nächsten Apotheke zu suchen, ist es besser, die Reiseapotheke bereits zu Hause vorzubereiten. Wichtig dabei: die Frage, ob das Medikament überhaupt ins Gepäck darf. Gegebenenfalls verbieten das nämlich etwaige Einfuhrbestimmungen oder die Bedingungen der Fluggesellschaft, mit der man reist. Je nach Reiseland kann ein Arzneimittel zwar günstiger sein als in Deutschland. Allerdings herrschen häufig auch andere, möglicherweise geringere Qualitätsstandards – vor allem im außereuropäischen Ausland. Die Lagerungshinweise sind bei Umgebungen mit extremen Temperaturen besonders zu beachten. Nicht jedes Arzneimittel ist bei heißen Temperaturen noch wirksam oder verwendbar. Diabetiker sollten sich vorab über die Möglichkeiten der medizinischen Versorgung in der Urlaubsregion informieren. Medikamente sollten unbedingt in doppelter Menge eingepackt werden. Ein Diabetikerausweis gehört ebenfalls ins Reisegepäck. Er gibt zum Beispiel an, mit welchen Medikamenten die Behandlung erfolgt.