Vegetarier leben länger

Lebenserwartung steigt um neuneinhalb Jahren bei Vegetariern

Die Lebenserwartung von Vegetariern ist um neuneinhalb Jahre höher als die von Fleischessern. Das will eine Studie der Loma Linda Universität in Kalifornien unter 96.000 US-Amerikanern und Kanadiern ergeben haben. Die Untersuchung läuft bereits seit zehn Jahren und wird unter anderem vom US-Landwirtschaftsministerium und dem National Cancer Institute finanziert.

Bereits in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts hatten Wissenschaftler herausgefunden, dass Frauen, die auf Fleisch verzichten, 4,4 Jahre länger leben und Vegetarier Männer sogar eine 7,3 Jahre höhere Lebenserwartung im Vergleich zur Fleisch essenden kalifornischen Bevölkerung haben.

Der aktuellen Studie zufolge werden die männlichen Vegetarier im Schnitt 83,3 Jahre alt und die vegetarisch-lebenden Frauen 87 Jahre – das sind 9,5 beziehungsweise 6,1 Jahre länger als die restliche kalifornische Bevölkerung.

Höheres Gesundheitsbewusstsein mindert Herz-Kreislauf-Erkrankung und Gefahr an Diabetes zu erkranken

Grund für die höhere Lebenserwartung sei das höhere Gesundheitsbewusstsein der Vegetarier und eine grundsätzlich bessere gesundheitliche Verfassung. So sind Vegetarier beispielsweise weniger insulinresistent als Fleischesser und sie haben ein viermal niedrigeres Risiko, Diabetes 2 zu entwickeln. Viele Vegetarier würden sich zudem gesünder als der Rest der Bevölkerung ernähren und beispielsweise viel Obst, Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte essen, die das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.