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Krankenbehandlungen im Ausland

Immer mehr Deutsche lassen sich im Ausland behandeln

Fast jeder dritte Patient, der sich 2009 im EU-Ausland behandeln ließ, wollte sich auch ganz gezielt im Ausland behandeln lassen – ob eine Kur in Tschechien, Zahnersatz in Polen oder eine Arztbehandlung in Italien. Entscheidende Gründe waren die geringeren Kosten gegenüber einer Behandlung im Inland (50 Prozent) und die Kombination mit einem Urlaub (49 Prozent). Das zeigt eine aktuelle Studie der Techniker Krankenkasse (TK), für die 40.000 TK-Versicherte mit mindestens einer Auslandsbehandlung im Jahr 2009 befragt wurden.

Die Patienten stellten den Ärzten, Kliniken und Therapeuten ein gutes Zeugnis aus: Mehr als 95 Prozent der Patienten waren beispielsweise mit der Sauberkeit, der Mitarbeiterqualifikation, der Ablauforganisation, der technischen Ausstattung, den Wartezeiten und dem Behandlungsergebnis sehr zufrieden bis eher zufrieden. Auch die Verständigung klappte. Neun von zehn Patienten konnten mit dem Auslandsarzt deutsch sprechen. Deutlich unzufriedener waren die Versicherten mit den Kosten. Mit der Höhe der Summen, die sie selbst übernehmen mussten, waren rund 57 Prozent der Befragten eher unzufrieden beziehungsweise sehr unzufrieden. 66 Prozent der Versicherten mussten bis zu 500 Euro aus eigener Tasche bezahlen. 20 Prozent trugen zwischen 500 und 1.000 Euro selbst. Dennoch würden fast 90 Prozent der Befragten wieder geplant im EU-Ausland zum Arzt oder in eine Klinik gehen.

Von den Versicherten, die bislang keine Erfahrungen mit grenzüberschreitenden Gesundheitsleistungen haben, sind dagegen nur 30 Prozent bereit, sich jenseits der heimischen Grenzen behandeln zu lassen. Die wichtigsten Gründe für sie wären, die Behandlung bei einem europäischen Spezialisten und ein besonderes Vertrauensverhältnis zu einem Arzt im europäischen Ausland.