HealthMap: Wo die Gesundheit von Expats am meisten in Gefahr ist

World MapImmer mehr Unternehmen entsenden ihre Mitarbeiter in Risikogebiete. 23 Prozent aller Geschäftsreisen im Jahr 2012 führten in Länder mit einem mittelhohen bis extremen medizinischen Risiko. Dies geht aus der HealthMap 2013 von International SOS hervor.

Die Gesundheitslandkarte teilt alle Länder weltweit in fünf medizinische Risikostufen ein: »niedrig«, »mittel«, »mittelhoch«, »hoch« und »extrem«. Anhand der Weltkarte können Unternehmen die Risiken für ihre Mitarbeiter im Ausland frühzeitig identifizieren und dementsprechend vorbeugen. Kriterien für die medizinische Bewertung sind beispielsweise Qualität und Zugang zum lokalen Gesundheitswesen sowie Bedrohungen durch Infektionskrankheiten oder Verkehrsunfälle.

61 Prozent aller entsandten Mitarbeiter reisen beruflich in Länder mit niedrigem medizinischen Risiko, so International SOS. Dazu zählen die USA, Kanada, Australien und die meisten europäischen Staaten. Weitere 16 Prozent werden in Länder mit mittlerem Risiko entsendet, zum Beispiel Mexiko, Saudi Arabien, Japan oder Rumänien. Die medizinische Versorgung in diesen Ländern sei zwar gut, allerdings sind Vorfälle bei Auslandsaufenthalten nicht auszuschließen.

Zwei Prozent aller Geschäftsreisen führen in Regionen mit hohem medizinischem Risiko, weitere drei Prozent in extreme Risikogebiete. Darunter zahlreiche Länder, in denen internationale Unternehmen tätig sind, etwa Nigeria oder Post-Konfliktstaaten wie der Irak und Afghanistan. Wer als Mitarbeiter dauerhaft in einem Land mit höherem medizinischem Risiko arbeitet, läuft sechsmal häufiger Gefahr ins Krankenhaus eingewiesen zu werden als in anderen Staaten. Trotz stationärer Behandlung vor Ort muss fast die Hälfte aller Mitarbeiter in diesen Risikoländern letztlich evakuiert werden. Die Gefahr ist damit 23-mal höher. In extremen Risikoländern erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, evakuiert zu werden auf 79 Prozent. Landestypische Krankheiten (zum Beispiel Durchfall, Malaria, Dengue-Fieber etc.), gefährliche Rahmenbedingungen und Schwächen im lokalen Gesundheitswesen erhöhen das Risiko.

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