Bachelor-Studenten im Ausland

Bachelor-Studenten: Seltener im Ausland als andere Hochschüler

Bachelor-Studenten haben wesentlich seltener ein Auslandssemester absolviert als ihre Kommilitonen in den alten Studienmodellen. Dies zeigt eine Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) im Auftrag der Bundesregierung und des Deutschen Studentenwerks (DWS).

Wie spiegel-online berichtet, hat sich zwar die Zahl deutscher Studierender im Ausland nahezu verdoppelt, doch unter den 102.500 Austauschstudenten, die 2008 über die Grenzen gegangen sind, waren signifikant weniger Bachelor-Studenten als Hochschüler der alten Studiengänge. Der Erhebung zufolge hatte fast jeder fünfte Studierende in einem Diplom- oder Magisterstudium (23 Prozent) und etwa jeder sechste Anwärter auf ein Staatsexamen (18 Prozent) bereits im Ausland studiert oder zumindest ein Praktikum absolviert. Bei den Bachelor-Studenten waren es lediglich sieben Prozent beziehungsweise jeder 14..

Geldmangel verhindert Auslandsstudium

DWS-Präsident Rolf Dobischat glaubt nicht, dass es mangelnde Motivation sei, welche die Bachelor-Studenten in Deutschland halte, sondern schlicht Geld: „Die soziale Selektivität des deutschen Hochschulsystems schlägt auch bei der Mobilität durch.“ Das heißt, nach wie vor hängt ein Jahr im Ausland stark von der sozialen Herkunft ab. Junge Menschen aus hochschulnahen, einkommensstarken Familien gehen fast doppelt so häufig ins Ausland wie ihre Kommilitonen aus bildungsferneren Haushalten mit geringeren Einkommen.

Immerhin belegt Deutschland hinsichtlich der Zahl der Studierenden, die einen Auslandsaufenthalt hinter sich haben, weltweit Rang Vier.