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Cyber-Fallen. Warning Signal erleuchtet auf dem Computer
© MrPanya, Adobestock

So lassen sich typische Cyber-Fallen in Hotels vermeiden

Auf Reisen geraten digitale Abläufe schnell in den Autopiloten: kurz ins Hotel-WLAN, das Smartphone an den USB-Port am Bett, am Abend noch eine Serie über den Smart-TV. Hotels bündeln öffentliche Infrastruktur, viele wechselnde Gäste und eine Vielzahl vernetzter Geräte und damit genau die Bedingungen, unter denen Unachtsamkeit und technische Schwachstellen besonders leicht ausgenutzt werden können. Selbst im eigenen Zimmer entsteht so ein Umfeld, in dem Passwörter, Konten und persönliche Daten stärker gefährdet sein können als erwartet.

„Cyberkriminelle machen keinen Urlaub, nur weil wir ihn gerade machen. Selbst in einem Hotelzimmer können Hacker Schwachstellen in der öffentlichen Infrastruktur und in Geräten ausnutzen, um auf die Daten von Nutzern zuzugreifen. Deshalb müssen Reisende ihre digitale Sicherheit ernst nehmen – insbesondere, wenn sie im Ausland auf unbekannte Netzwerke angewiesen sind“, so Matas Cenys, Produktleiter bei Saily.

Die häufigsten Cyber-Fallen in Hotels & Präventionsmaßnahmen

Hotel-WLAN (inkl. „Evil Twins“)

Risiko: kompromittiertes Hotelnetz oder gefälschte Hotspots mit ähnlichem Namen, über die Datenverkehr und Logins abgegriffen werden können.

Praxis: Netzwerkname beim Hotel verifizieren; sensible Logins bevorzugt über mobile Daten; bei Bedarf eigene Verbindung (z. B. eSIM) statt Hotel-WLAN.

USB-Anschlüsse im Zimmer („Juice Jacking“)

Risiko: USB-Ports sind nicht nur Stromquellen, sondern potenziell auch Datenkanäle; manipulierte Anschlüsse oder Kabel können Abgriffe oder Malware-Übertragungen ermöglichen.

Praxis: eigenes Netzteil direkt an die Steckdose; Powerbank als Alternative; USB-Datenblocker für zusätzliche Absicherung.

Smart-TVs als unterschätzte Angriffsfläche

Risiko: vernetzte Geräte mit Apps und Hintergrunddiensten, teils mit schwacher Konfiguration; private Streaming-Logins können auf dem Gerät hängen bleiben.

Praxis: keine privaten Konten anmelden oder konsequent wieder abmelden; wenn ungenutzt, Gerät vollständig ausschalten bzw. vom Strom trennen (nicht nur Standby).

Automatische Verbindungen (WLAN/Bluetooth)

Risiko: Geräte verbinden sich unbemerkt wieder mit Netzen oder bleiben für Verbindungen offen, die nicht aktiv benötigt werden,besonders in Umgebungen mit vielen überschneidenden Netzwerken.

Praxis: Auto-Join für WLAN deaktivieren; Bluetooth nur bei Bedarf; Sicherheitslösungen (z. B. VPN, falls genutzt) so konfigurieren, dass sie in öffentlichen Netzen automatisch greifen.

Phishing und „Service“-Betrug

Risiko: überzeugend gestaltete Mails, Portale oder Login-Seiten; unterwegs wirken Aufforderungen zu Zahlungen/Bestätigungen besonders plausibel.

Praxis: keine Links/Anhänge aus unerwarteten Nachrichten; Logins über direkt eingegebene Adressen oder Bookmarks; Betriebssystem und Apps aktuell halten.