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Urlaubserholung
© Mehmet Turgut Kirkgoz - Unsplash

Kostenloses E-Book: So hält die Urlaubserholung länger an

Die meisten Deutschen fühlen sich nach dem Urlaub gut erholt. Auch in der Urlaubssaison 2022 hat 83 Prozent der Urlaub gutgetan, so der aktuelle DAK-Urlaubsreport. Doch wie gelingt es, die Urlaubserholung auch nach Urlaubsende zu verlängern? Ein Ratgeber gibt Tipps.

Vom Strand direkt an den Arbeitsplatz: Das führt oft dazu, dass die Urlaubserholung direkt verpufft und es fühlt sich an, als sei der Alltagsstress nie weggewesen. Dieses Gefühl kann man vermeiden, etwas indem man den Urlaub ganz bewusst und mit allen Sinnen genießt. Wie das geht, weiß Diplom-Psychologin und Gesundheitswissenschaftlerin Julia Scharnhorst. Sie hat Erkenntnisse in dem kostenlosen E-Book „Mehr als Urlaub“ zusammengefasst. 

Urlaubserholung

Sie hat dieses E-Book kreiert um die Menschen zu bewussteren Reisen zu animieren und um sich selbst zu schulen und auf Reisen Dinge bewusster wahrzunehmen. Das hilft der Gesundheit und schafft neue Horizonte. Unter anderem gibt die Autorin Tipps zum Entspannen und Abschalten und erläutert, wie man Länder mit andere Sinnen wahrnehmen kann. Unterfüttert wird dies mit Praxisbeispielen rund um die Sinneswahrnehmung. Ein Kapitel widmet sich speziell der Frage, wie reisen die Gesundheit fördern kann.

So lässt sich die Urlaubserholung verlängern

Sanfte Rückkehr: Planen Sie für Ihre Rückkehr an den Arbeitsplatz Zeit für eine entspannte Übergangsphase ein. Eine gute Idee ist es, am Ende der Woche, etwa an einem Donnerstag, aus dem Urlaub nach Hause zurückzukehren. Bis zum nächsten Montag haben Sie so einen Puffer, um nicht nur geografisch, sondern auch mental wieder im Job anzukommen. Das verschafft Ihnen eine kleine Verschnaufpause nach dem Wiedereinstieg. Das Belastungslevel kann gar nicht erst großartig ansteigen.

Den eigenen Erwartungsdruck checken: Während der Übergangsphase hilft es, die eigene Erwartungshaltung an sich selbst genau im Auge zu behalten. Vollgas am ersten Arbeitstag kann und sollte niemand geben. Von 0 auf 100 geht dabei nur das Stresslevel. Geben Sie sich stattdessen Zeit, wieder voll in Schwung zu kommen. Und zwar nicht nur auf dem Weg zur Arbeit, sondern auch am Arbeitsplatz.

Durchstarten mit Ruhe und System: Was und vor allem wer ist in der ersten Woche nach Ihrer Rückkehr wirklich wichtig? Welche Aufgaben, Mails und Termine können warten? Verschaffen Sie sich einen Überblick. Und setzen Sie Prioritäten. An erster Stelle sollte stehen: keine Überstunden machen. Auch die Mittagspause dient nicht zum Nachholen liegengebliebener Aufgaben. Kleine Pausen über die ersten Tage verteilt helfen, sich an das alte Belastungslevel zu gewöhnen. Geizen Sie gerne mit Terminen, soweit es eben geht.

Abwesenheitsnotiz nicht sofort löschen: Wer nach der Rückkehr nicht sofort seine Abwesenheitsnotiz löscht, verschafft sich einen kleinen, aber feinen Wettbewerbsvorteil. Niemand wird es Ihnen übelnehmen, wenn Sie an Ihrem ersten Tag nicht sofort alle eingehenden Mails beantworten. Und Kolleg*innen, die es nicht mehr auf dem Schirm hatten, dass Sie im Urlaub waren, geben Sie mit der Notiz so noch einmal die Chance, sich daran zu erinnern.

Quelle: randstad

DAK-Urlaubsreport: Deutsche tanken im Urlaub auf

Urlaubserholung

Foto: iSTock für DAK

Die große Mehrheit der Deutschen ist mit einer gewissen Urlaubserholung in den Alltag gestartet. Nur 16 Prozent empfanden ihren Urlaub als wenig oder überhaupt nicht erholsam. Im ersten und zweiten Corona-Sommer waren es noch jeweils 19 Prozent.

Laut DAK-Umfrage gaben diejenigen, die sich gut oder sehr gut erholt haben folgende Erfolgsfaktoren an: 84 Prozent nannten Sonne und Naturerlebnisse, 73 Prozent schätzten Zeit mit der Familie und 70 Prozent fanden einen Ortswechsel besonders wichtig. Im dritten Corona-Sommer war es für mehr Deutsche als vor der Pandemie entscheidend, dass sie verreisen konnten. Auch der Wegfall der Arbeitsbelastung wurde von 65 Prozent als Erfolgsfaktor für die Erholung genannt – und damit deutlich häufiger als 2019 (57 Prozent).

Manche können nicht „abschalten“

Eine Minderheit der Urlauberinnen und Urlauber konnte sich auch im Sommer 2022 nicht richtig erholen. Die Mehrheit von ihnen (60 Prozent) hatte Schwierigkeiten, abzuschalten. Über ein Viertel konnte wegen der großen Hitze nicht gut ausspannen. Und 12 Prozent der Menschen mit mangelhafter Erholung hatten besonderen Stress bei der An- oder Abreise: Chaos am Bahnhof oder am Flughafen habe für sie den Erholungswert des Urlaubs deutlich gemindert.

Wieder mehr Kranke im Urlaub

In diesem Sommer stieg auch der Anteil der Befragten, die im Urlaub krank oder verletzt waren, auf acht Prozent an. Zum Vergleich: In den ersten Jahren der Pandemie hatten nur vier (2020) beziehungsweise sechs Prozent (2021) Gesundheitsprobleme im Urlaub. Die Befragten, die in diesem Sommer betroffen waren, berichteten zumeist von einer Corona-Infektion (36 Prozent) oder einer Erkältung (32 Prozent). Gesundheitsprobleme waren in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen am häufigsten: Von ihnen erkrankte oder verletzte sich fast jede und jeder Sechste.

Weniger Stress, mehr Bewegung und viel Schlaf

Die Mehrheit der Deutschen hat ihren Sommerurlaub 2022 genutzt, um der eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun: Drei Viertel (73 Prozent) haben Stress reduziert, 66 Prozent Sport oder Fitnesstraining betrieben. Über die Hälfte hat viel geschlafen (59 Prozent) oder auf eine gesunde Ernährung geachtet (57 Prozent). Nur fünf Prozent der Urlauberinnen und Urlauber haben nichts Spezielles für die Gesundheit getan.