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Wohnungsmieten in Dubai gestiegen

Die Mieten für Wohnimmobilien im Emirat Dubai im Durchschnitt um rund 17 Prozent gestiegen. Das hat eine aktuelel Studie der Immobilienberatungsgesellschaft CB Richard Ellis ergeben, wie das Beratungsunternehmen InterGest Middle East berichtet.

Dieser Wert lasse einen deutlichen Aufschwung am Immobilienmarkt des Emirats erkennen – nach dem zwischenzeitlichen Zusammenbruch im Jahr 2008, der zu Preiskorrekturen von bis zu 50-70 Prozent geführt hatte. Verschiedene lokale Immobilienprojektgesellschaften und Bauträger haben zwischenzeitlich sogar wieder begonnen, neue Immobilienprojekte der Öffentlichkeit vorzustellen.
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Um die aus der Vergangenheit bekannten spekulativen Immobiliengeschäfte (so genannte Off-Plan-Verkäufe) und die damit zusammenhängenden Probleme die zur Dubai Immobilienkrise 2008 geführt haben zu vermeiden, hatte die Emiratische Zentralbank mittlerweile eine Begrenzung der Kredit- und Hypothekenfinanzierung emiratischer Immobilien von bis zu 50 Prozent des Kaufpreises festgelegt. Auf Druck der lokalen Banken und Bauträger wurde diese vorgesehene Regelung von Seiten der Zentralbank allerdings zunächst wieder ausgesetzt. Es soll nun im Verlauf der nächsten Monate bis Mitte 2013 eine für alle Marktteilnehmer sinnvolle Regelung gefunden werden, die einerseits die Finanzierungsmöglichkeiten internationaler Investoren am Standort VAE nicht grundsätzlich einschränkt, gleichzeitig aber auch einer weiteren Spekulationsblase entgegenwirkt. Die Mieten für Appartements und für freistehende Häuser (sog. Villas) sind 2012 nach Berechnung von CBRE im Durchschnitt um 17 Prozent beziehungsweise um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Wohnungsmarkt in Dubai deutlich besser als Gewerbeimmobilien-Sektor

Damit schnitt der Wohnungssektor deutlich besser ab als die Gewerbeimmobilien: Büromieten mussten wie schon in den Vorjahren auch in 2012 wieder einen weiteren Rückgang – diesmal um vier Prozent – hinnehmen. Aufgrund des weiter steigenden Angebots von Gewerbeimmobilien hält in diesem Bereich auch der Trend zum Umzug vieler Firmen in Neubauprojekte und die dadurch hohe Leerstandsquote bei vergleichsweise alten Bürogebäuden an.

Positive Auswirkungen der anziehenden Nachfrage nach Wohnimmobilien in den VAE und speziell im Emirat Dubai ergeben sich auch bei den lokalen Bauträgern und Projektgesellschaften: Der im Zuge der Immobilienkrise finanziell stark angeschlagene Staatskonzern Nakheel verzeichnet für das Jahr 2012 ein Gewinnwachstum von 91 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Dirham (rund 428 Millionen Euro). Der Umsatz konnte um 57 Prozent auf 9,7 Milliarden Dirham (rund zwei Milliarden Euro) gesteigert werden.

Nakheel will Ibn Battuta Shopping Mall ausbauen

Seit Beginn des Umstrukturierungsprozesses im Jahre 2010 hat Nakheel nach eigenen Angaben insgesamt 4.600 Wohneinheiten fertiggestellt (u.a. in den Projekten Palm Jumeirah, Al Furjan, International City, Jumeirah Village, Jumeirah Park und Jumeirah Heights), rund 2.800 davon allein im Jahr 2012.

Für 2013 plant Nakheel die Fertigstellung weiterer 3.000 Wohneinheiten sowie den Abschluss der Ausbauarbeiten an der Ibn Battuta Shopping Mall.

Quelle: InterGest MiddleEast

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