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© Andrea Piacquadio –Pexels

Wie Corona den Hotelpreis beeinflusst hat

Die Corona-Krise verändert das Reisen, das macht sich auch am Hotelpreis bemerkbar. Urlaube im Ausland waren während der Pandemie monatelang kaum möglich, auch Geschäftsreisen fielen häufig aus. Reiseveranstalter DERTOUR hat in einer aktuellen Studie untersucht, wie weit das Coronavirus die Hotelpreis-Entwicklung in diesem Jahr beeinflusst hat.

Wie die Statista-Grafik zeigt, sind die Übernachtungspreise vor allem in den großen Metropolen Europas gefallen: um 16,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr in Venedig, um 11,9 Prozent in Paris, um 25,2 Prozent in London und um satte 25,5 Prozent in Rom. Kleinere Orte konnten dagegen von der Corona-Krise sogar profitieren. In Konstanz stieg der Hotelpreis im September 2020 gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent an, in Baden-Baden sogar um 1,6 Prozent.

Für die Studie ermittelte DERTOUR die durchschnittlichen Übernachtungspreise eines Hotelzimmers für zwei Erwachsene, im Zeitraum 24. bis 27. September 2020.

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Immer mehr Ferienhäuser: Urlaub in den eigenen vier Wänden

Wie überall auf der Welt hat dagegen der Urlaub in den eigenen vier Wänden zugenommen. Coronabedingt sind viele Urlauber in diesem Jahr lieber zu Hause geblieben und haben auf den (großen) Urlaub lieber verzichtet. Ein Trend, der sich durch die Pandemie möglicherweise verstärkt hat: Urlaub im Ferienhaus. Viele Menschen sehnten sich während des Lockdowns nach einem Fluchtort im Grünen. Die für viele neue Möglichkeit des ortsungebundenen Arbeitens im Homeoffice eröffnete neue Perspektiven. 

Laut einer aktuellen Erhebung des Instituts für Demografie (IfD) Allensbach besitzen im Jahr 2020 rund 1,26 Millionen Menschen in Deutschland ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung (Stand: Juli 2020). Seit dem vergangenen Jahr ist die Zahl deutlich angestiegen – damals waren es erst 1,04 Millionen Immobilienbesitzer, wie die Grafik von Statista zeigt.

Für die Erhebung befragt das IfD Allensbach regelmäßig die deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren. Die Ergebnisse werden auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet und sind repräsentativ. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 23.191 Personen befragt.

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