Zum Hauptinhalt springen
Ad
typisches Ferienhaus in Schweden in rot und weiß.
© Hilda Weges, Adobestock

Typische Ferienhäuser weltweit: Wie regionale Bautraditionen Urlaubsorte prägen

Vom rustikalen Steinhaus auf Korsika bis zur hölzernen Sauna-Hütte in Finnland: Regionale Ferienhäuser geben einen Einblick in die Kultur, Geschichte und Bauweise der Urlaubsorte. Viele von ihnen wurden ursprünglich nicht für Gäste gebaut, sondern für die Arbeit, für saisonale Zwecke oder als einfache Rückzugsorte. Erst mit der Zeit wandelte sich das. Wer hier unterkommt, wohnt nicht nur, sondern erlebt Architektur als Teil einer regionalen Erzählung. Wie ein typisches Ferienhaus in verschiedenen Urlaubsregionen der Welt aussieht, das zeigt FeWo-direkt, wo diese typischen Ferienhäuser buchbar sind.

Spanien: Die Finca

Im ländlichen Raum, abseits von Städten und Ferienanlagen, sind alte Bauernhäuser mit dicken Natursteinmauern zu finden – teils jahrhundertealt, meist umgeben von Oliven- oder Mandelbäumen. Sie dienten einst der Landwirtschaft, wurden vielfach restauriert und tragen heute als Fincas zur touristischen Infrastruktur bei – ohne ihren ursprünglichen Charakter einzubüßen.

typisches Ferienhaus auf Mallorca

Österreich: Das Kellerstöckl

Im südlichen Burgenland und der angrenzenden Steiermark stehen kleine Gebäude, die früher dem Weinbau dienten. Unten ein Gewölbekeller zur Lagerung, oben ein einfacher Aufenthaltsraum. Heute bieten viele Kellerstöckl schlichte, aber atmosphärische Unterkünfte mitten in den Weinbergen – mit weitem Blick über Hügel und Reben.

typisches Ferienhaus in Österreich

Korsika: Die Bergerie

Einfache, aus Naturstein gebaute Hütten im Gebirge dienten früher als saisonale Unterkünfte für Hirten. Heute stehen sie oft etwas abseits gängiger Routen und wurden mit zurückhaltenden Eingriffen modernisiert. Die schlichte Bauweise blieb erhalten genauso wie die Nähe zur korsischen Landschaft.

typisches Ferienhaus in Korsika

Azoren: Die Adega

Auf der Insel Pico zeugen kleine Gebäude aus schwarzem Vulkangestein von einer Zeit, in der Weinbau das wirtschaftliche Rückgrat bildete. Diese Lagerhäuser wurden vielerorts in Wohnraum umgewandelt. Die Nähe zum Meer, die dicke Steinarchitektur und das inseltypische Baumaterial bestimmen den Charakter bis heute.

typisches Ferienhaus auf den Azoren

England: Das Cottage

In Regionen wie Cornwall, Yorkshire oder den Cotswolds gehören niedrige Natursteinhäuser mit Schiefer- oder Reetdächern zum Ortsbild. Sie stammen oft aus dem 17. oder 18. Jahrhundert und wurden sorgfältig renoviert. Typisch sind kleine Fenster, niedrige Deckenbalken und ein Kamin, ursprünglich gebaut für ein einfaches Leben, heute dafür umso beliebter für die urige Atmosphäre.

Typisches Ferienhaus in England

Schweden: Die Stuga

Klein, rot gestrichen, mit weißen Fensterrahmen – das schwedische Sommerhaus steht meist in Wassernähe oder am Waldrand. Innen ist es funktional, oft mit Holzofen, wenig Technik und viel Nähe zur Natur. Die Stuga ist weniger Ferienunterkunft als Teil eines Lebensgefühls, das Ruhe und Einfachheit in den Mittelpunkt stellt.

typisches Ferienhaus in Schweden

DDR: Die Datsche

In Ostdeutschland war sie fester Bestandteil der Freizeitkultur – ein kleines Wochenendhaus, oft in Kleingartenanlagen oder am Rande von Städten gelegen. Ohne großen Komfort, aber mit Garten, Grill und manchmal Bootssteg war die Datsche ein Gegenentwurf zur städtischen Enge. Auch nach der Wende hat sie vielerorts überdauert – nicht nur als bauliche Form, sondern als kulturelle Praxis.

typisches Ferienhaus in Brandenburg

Ungarn: Das Nyaraló

Rund um den Balaton entstanden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zahlreiche Sommerhäuser, die für den innerungarischen Tourismus eine zentrale Rolle spielten. Vom einfachen Bau mit Liegewiese bis zur mehrstöckigen Villa mit Blick aufs Wasser reicht die Bandbreite. Das Nyaraló steht für familiären Urlaub, Gartenküche und Tage am See.

typisches Ferienhaus in Ungarn

Neuseeland: Das Bach

Oft aus Holz, meist klein, selten luxuriös – dafür aber mit freiem Blick auf Ozean oder Hügellandschaft: Das Bach, ein ursprünglich improvisierter Rückzugsort, wurde zum Symbol des neuseeländischen Ferienalltags. Der Name geht auf „Bachelor Pad“ zurück, die ursprüngliche Nutzung als Zufluchtsort einzelner Männer. Heute sind Baches fester Bestandteil der Küstenarchitektur.

typisches Ferienhaus in Neuseeland

Finnland: Das Mökki

Ein Mökki ist weniger Haus als Lebensform. Aus Holz gebaut, mit direktem Zugang zum See und stets mit Sauna ausgestattet, ist es eine Konstante finnischer Sommer. Die Ausstattung ist meist einfach, doch das Mökki steht für Rückzug, familiäre Rituale und die Nähe zur Natur – auch in Zeiten digitaler Vernetzung.

typisches Ferienhaus in Finnland

Apulien: Der Trullo

Runde Häuser mit konischen Dächern prägen das Bild von Alberobello und Umgebung. Sie wurden einst ohne Mörtel gebaut – ein Trick, um Steuern zu umgehen, die auf feste Gebäude erhoben wurden. Die Bauweise schützt vor Hitze und erzählt zugleich von Armut, Kreativität und handwerklicher Tradition. Heute dienen viele Trulli als Unterkunft – oft restauriert, aber mit unverwechselbarem Profil.

typisches Ferienhaus in Apulien

Nordamerika: Die Log Cabin

Aus groben Baumstämmen geschichtete Hütten gehören zur Siedlungsgeschichte des nordamerikanischen Kontinents. Heute werden sie als Rückzugsorte verstanden – mit Kamin, Veranda und Blick auf Wald oder See. Die einfache Bauweise und die Nähe zur Natur prägen ihre Beliebtheit bis heute.

typisches Ferienhaus in Idaho