Sizilien: Urlaubsparadies zwischen Küste und Vulkan
Sizilien, die größte Insel im Mittelmeer, beeindruckt mit einzigartigem kulturellen Erbe, archäologischen Stätten und vielfältigen Landschaften. Küstenabschnitte mit felsigen Buchten und flachen Stränden, ausgedehnte Hügellandschaften, aktive Vulkane und Gebirgsketten machen die Region geografisch besonders.
Abseits der bekannten Städte und Strände, können Reisende nahezu unberührte Natur erleben, geprägt von Wind, Wasser und Feuer, aber auch von Jahrhunderten menschlicher Nutzung.
Eine geografische Erkundungsreise rund um die Insel
Der Weg beginnt auf dem Meer. Nur drei Kilometer trennen das Festland von Sizilien. In Messina, am Capo Peloro, treffen das Tyrrhenische und das Ionische Meer aufeinander. Die Strömungen sind stark, die Strudel spürbar. Der Mythos von Skylla und Charybdis hat hier seinen Ursprung. Auch heute noch lässt sich die Kraft des Wassers körperlich erfahren.
Auf den Äolischen Inseln wird die vulkanische Aktivität sichtbar. Besonders auf Stromboli. Nach Einbruch der Dunkelheit leuchtet die Lava auf dem Weg ins Meer. Wer mit dem Boot unterwegs ist, kann mit etwas Glück Delfine beobachten. Alicudi ist ursprünglicher. Keine Straßen, kaum Infrastruktur, nur alte Pfade. Auf Favignana, einer der Ägadischen Inseln, gibt es eine Grotte, in der gelegentlich noch Mönchsrobben auftauchen. Lampione, die kleinste der Pelagischen Inseln, ist fast unbekannt. Für Taucherinnen und Taucher bietet sie ideale Bedingungen und ein ungestörtes Naturerlebnis.
Zwischen Castellammare del Golfo und San Vito Lo Capo liegt das Naturschutzgebiet Zingaro. Drei Wege führen durch die mediterrane Landschaft mit Blick auf das Meer. Die Buchten sind abgeschieden, das Wasser klar und tief gefärbt.
Bei Palermo liegt die Isola delle Femmine, ein wichtiger Ort für Zugvögel. Auch die Oasi del Simeto, südlich von Catania, bietet ein Rückzugsgebiet für verschiedene Vogelarten und Pflanzen.
Im Landesinneren ändert sich das Bild. Die Gole dell’Alcantara sind eine enge Basaltschlucht, entstanden durch Lava und über Jahrhunderte vom gleichnamigen Fluss geformt. An heißen Tagen bleibt das Wasser kühl. Es gibt geführte Wanderungen, Flusstrekking und Body-Rafting – jeweils angepasst an Wetter und Wasserstand.
Im Madonie-Gebirge verläuft ein Weg durch einen jahrhundertealten Stechpalmenwald. Die Bäume sind ungewöhnlich hoch und dicht. Im Nebrodi-Park, dem größten der Insel, findet man Wälder, Seen und Höhlen. In San Fratello wird ein Dialekt gesprochen, der noch aus der Zeit der normannischen Besiedlung stammt und sich deutlich vom Sizilianischen unterscheidet.
Der Ätna ist das auffälligste Naturmerkmal Siziliens. Von den Menschen in Catania wird er einfach „la montagna“ genannt. Seine Hänge sind geprägt von erkalteter Lava, aber auch von Birkenwäldern und Weinbergen. Es gibt Wege für geführte Touren, Seilbahnen und 4×4-Strecken. Für Kinder ist das Rutschen auf feinem Lavagestein unter Aufsicht eine besondere Erfahrung.