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Risikobarometer Pandemie
© Markus Spiske auf Pexels

Pandemien für Unternehmen derzeit größtes Risiko

Pandemien und damit einher gehende Risiken sind laut dem aktuellen Allianz Risikobarometer 2021 Faktoren, die Unternehmen weltweit aktuell am meisten fürchten. Als am häufigsten genanntes Risiko (verursacht u.a. durch eine Pandemie) steht Betriebsunterbrechung auf Platz 1 (41 Prozent). Im Vorjahr rangierte dieses Risiko noch an zweiter Stelle (37 Prozent).

Den Ausbruch einer Pandemie fürchteten im Vorjahresvergleich nur drei Prozent aller Unternehmen, wodurch dieses Risiko lediglich Platz 17 belegte. Nun fürchten 40 Prozent aller befragten Firmen dieses wahr gewordene Szenario dicht gefolgt von Cyber-Vorfällen. Alle drei Risiken – und viele der anderen in den diesjährigen Top 10 – sind miteinander verknüpft und zeigen die wachsende Anfälligkeit und Unsicherheit einer stark globalisierten und vernetzten Welt, in der sich Aktionen an einem Ort schnell ausbreiten und globale Auswirkungen haben können.

Risikobarometer

Mit Blick auf die Zukunft zeigt die Pandemie, dass sich Unternehmen auf ein breiteres Spektrum von Betriebsunterbrechungen und Extremereignissen als bisher vorbereiten müssen. Der Aufbau einer größeren Widerstandsfähigkeit in Lieferketten und Geschäftsmodellen wird für die Bewältigung zukünftiger Risiken entscheidend sein.

Risikobarometer Deutschland: Pandemierisiko auf Platz 3

Bemerkenswert: Im Ländervergleich rangiert bei deutschen Unternehmen der Ausbruch einer Pandemie als gefürchtetes Risiko auf Platz 3 – im Gegensatz zu den vielen anderen Staaten, wo es auf Platz 1 liegt. Deutsche Unternehmen fürchten insgesamt am meisten Betriebsunterbrechungen, gefolgt von Cyber-Vorfällen.

In dem Report heißt es, dass eine Studie des zur Allianz SE gehörenden Kreditversicherers Euler Hermes ergab, dass fast alle (94 Prozent) der befragten Unternehmen von einer Covid-19-verursachte Unterbrechung ihrer Lieferketten zu beklagen hatten. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) der US-Unternehmen berichteten von „schweren Störungen“ als Folge der Pandemie. Das bedeute, dass das Bewusstsein für das Risiko von Betriebsunterbrechungen jetzt auf der obersten Organisationsebene angesiedelt ist. Covid-19 habe daran erinnert, dass nicht alle Gefahren versicherbar sind, und dass Risikomanagement und Business-Continuity-Pläne eine entscheidende Rolle spielen, damit Unternehmen extreme Ereignisse überleben können.

Über das Allianz Risikobarometer 2021

RisikobarometerDas 10. Allianz Risikobarometer (hier kann es heruntergeladen werden) ist die bisher größte Studie ihrer Art. Befragt wurden 2.769 Allianz-Kunden (globale Unternehmen), Maklern und Branchenverbänden in 92 Ländern. Außerdem wurden Risikoberater, Underwriter, leitende Angestellte und Schadenexperten aus dem Unternehmensversicherungssegment der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) und anderer Allianz Gesellschaften befragt (Zeitraum: Oktober und November 2020).

Die Umfrage konzentrierte sich auf große und kleine bis mittelgroße Unternehmen. Die Teilnehmer wurden gebeten, die Branche auszuwählen, in der sie sich besonders gut auskennen, und bis zu drei Risiken zu nennen, die sie für besonders wichtig halten. Die meisten Antworten entfielen auf große Unternehmen (mehr als 500 Millionen US-Dollar Jahresumsatz – 1.234 Befragte, 44 Prozent . Mittlere Unternehmen (250 bis 500 Millionen US-Dollar Jahresumsatz) steuerten 495 Antworten (18 Prozent) bei, während kleine Unternehmen (weniger als 250 Millionen US-Dollar Jahresumsatz – 1.040 Antworten (38  Prozent) lieferten. Es wurden Risikoexperten aus 22 Branchen befragt.

Ranking-Veränderungen im Allianz Risk Barometer werden durch Positionen im Vergleich zum Vorjahr bestimmt, nicht durch Prozentzahlen.