Ligurien entdecken: Auf steinigen Pfaden durchs grüne Hinterland
Ligurien – schon der Name klingt nach Sonne, Meer und italienischem Dolce Vita. Diese Sommerferien galt es für meien Familie und mich, die Region mal etwas genau in Augenschein zu nehmen. Hier ein kleiner Reisebericht aus der Provinz La Spezia.
Ligurien ist eine Region im Nordwesten Italiens und zieht sich wie ein schmaler Streifen zwischen dem Ligurischen Meer und den Ausläufern der Apenninen entlang. Bekannt ist Ligurien vor allem für seine malerischen Küstenorte, allen voran die weltberühmten Cinque Terre, die mit ihren bunten Häusern spektakulär an steilen Klippen kleben. Doch wer sich nur auf die Küste konzentriert, riskiert zum einen überfüllte Orte und verpasst das schöne Hinterland: grüne Hügel, urige Dörfer und ein Netz aus historischen Wanderwegen, das sich durch Wälder und Olivenhaine schlängelt.

Casté – ein kleines Dorf mit großer Geschichte
Die Hafenstadt „La Spezia“ ist zugleich Hauptstadt der Provinz La Spezia und liegt etwa 25 Autominuten von Casté entfernt. Von La Spezia aus kann man, für einen überteuerten Fährpreis mit dem Boot oder auch mit dem Zug, den Küstenstreifen von Cinque Terre – fünf aneinander gelegene, jahrhundertealten Küstendörfer an der italienischen Riviera, die bekannt für ihre bunten Häuser und die terrassenförmig an den Steilhängen angelegten Weinberge sind – wie tausende andere Touristen erstürmen.
Wer es lieber idyllischer mag, wie meine Familie und ich, zieht sich eher ins Hinterland zurück. Je weiter man sich von der Küste entfernt, desto frischer wird die Luft und die Temperaturen gehen auf ein angenehmes Maß runter. In Casté taucht man in die Natur ein: Die Geräusche der Zivilisation verschwinden und weichen dem Rauschen der Blätter und dem Zwitschern der Vögel. Feigen- und Olivenbäume prägen neben den Laubbäumen die Landschaft. Hier befindet sich unser Ferienhaus.
Das charmante, mittelalterliche Dorf hat nur circa 20 Einwohnerinnen und Einwohner, dafür dann aber doppelt soviele Besuchende, die die Ruhe fernab des Trubels suchen. Casté liegt auf einem Hügel, in einer Gegend, die als „das grüne Herz Liguriens“ gilt. Es gehört zur Gemeinde Riccò del Golfo und liegt in der Val di Vara. Die Zeit scheint hier ein wenig stehen geblieben zu sein: enge Gassen, alte Natursteinhäuser und eine ruhige, fast meditative Atmosphäre. Zudem ist es auch ein Künstlerdorf, was sich in dem überschaubaren Örtchen an vielen Stellen zeigt. Jährlich finden hier Veranstaltungen statt, wie ein klassisches Konzert auf der Terrasse mitten im Dorf, dem wir beiwohnen konnten. Es hatte etwas Magisches an sich den Klängen zu lauschen und über die weite Hügellandschaft zu blicken.


Das Gebiet um Casté ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Cinque Terre, Porto Venere, Tino und Tinetto und ist durchzogen von Wanderwegen, die zum Meer oder entlang der Hügel führen – ein ideales Ziel für Wanderlustige und Mountainbike-Fans.
Steinige Pfade und grandiose Ausblicke
Generell bietet die Provinz La Spezia viele Möglichkeiten zum Wandern. Von Casté aus gibt es verschiedenen Wege, die an einigen Stellen wie eine kleine Zeitreise wirken. Hier hat man die Möglichkeit hinunter, Richtung Meer zu laufen oder man bleibt in der Höhe. Wir wählen den Weg, der aufwärts führt. Zunächst führt der Pfad durch den Wald, wo man anfangs die steinigen Treppen – die noch aus alten Zeiten stammen, als diese Wege die einzigen Verbindungen zwischen den Dörfern waren – hochstiefeln. Das ist eigentlich der anstrengendste Teil, dann kann man verschiedene Wanderwege wählen. Wir entscheiden uns für einen 2-stündigen Pfad, der uns über Porto Veneris (der antike, lateinische Name von Porto Venere, wie man ihn auf den Wegweisern findet) zu einem atemberaubenden Blick auf die ligurische Küste mit ihren leuchtenden Farben führte.

Der Untergrund wechselt zwischen festem Waldboden und losem Gestein, was die Wanderung abwechslungsreich, aber auch anspruchsvoll macht. Je höher man steigt, desto weiter öffnet sich der Blick: zunächst über die grünen Hügel der Val di Vara und dann auf das blaue Meer an der ligurischen Küste mit einigen Booten, die die Küstenstrände ansteuern.


Ausrüstung: Warum das richtige Schuhwerk den Unterschied macht
Bei all der Schönheit sollte man eines nicht unterschätzen: den Weg. Gerade in den trockenen Sommermonaten können die steinigen Passagen unwegsam sein. Wenn dann noch starke Regenfälle dazu kommen, werden die Steine auch schnell rutschig. Feste Schuhe mit gutem Halt sind hier angebracht, um sicher laufen zu können. Gerade wenn die Wege schmal sind oder an Abhängen entlang führen.
Normalerweise sind wir Wandertouren in den Anden oder dem Tiefland von Bolivien und Ecuador gewöhnt. Wenn man dort durch den Dschungel watet, sind dichte und höher geschlossenen Schuhe – oder bestenfalls nach Regenfällen die Gummistiefel – bewährtes Schuhwerk. Für die Berge, wir sprechen hier von Höhen zwischen 4.000 und 5.000 Höhenmetern, ist man in der Regel nur auf Schotterwegen unterwegs. In diesen Höhen gibt es nämlich kaum Vegetation. Vor allem ist es kalt und die Wanderschuhe daher recht dick.
In den mediterranen Sphären Europas oder speziell auf den Wanderstrecken Liguriens ist es angenehmer, wenn das Schuhwerk den Füßen Schutz und gleichzeitig Bewegungsfreiheit und mehr Luft bietet. Denn hier bewegt man sich auf teils heißem, trockenem Untergrund und steinigen Pfaden. Ich bin auf dieser Tour mit den Desert ESC Boots von Vivobarefoot unterwegs gewesen – ein Modell aus der Ecological Survival Collection (ESC). Was zunächst nach Wüste klingt, passt erstaunlich gut auch zu den Bedingungen in Ligurien.
Neben vielen Aspekten der Nachhaltigkeit bei der Produktion und dem verwendeten Material, finde ich die Vivobarefoot-Schuhe auch optisch ansprechend. Sie kommen einem normalen Wanderschuh sehr nahe, aber erfüllen dennoch den Zweck von dem Gefühl des „Barfuß-Laufens“.


Ein Schuh, entwickelt für extreme Bedingungen
Der Desert ESC ist ein Schuh, der aus einer Idee heraus entstanden ist: wie übersteht man extreme Biome ohne unnötigen Ballast? Vivobarefoot hat dafür über zehn Jahre geforscht und gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften und Survival-Expertinnen und -experten entwickelt. Er ist das Ergebnis von über 600 Stunden Praxistests unter extremen Bedingungen in der Wüste Eron-go in Namibia. Dort wurde er unter Hitze, Staub, scharfem Gestein und Schlangenbissen erprobt. Er ist aus echtem Kamelleder gefertigt und somit nicht nur funktional, sondern auch ein echtes Sammlerstück. Diese Edition wird es in dieser Form kein zweites Mal geben.
Die Barfußtechnologie von Vivobarefoot ermöglicht durch eine besonders dünne, flexible Sohle ein natürliches Laufgefühl. Die besondere Struktur der Sohle sorgt dafür, dass die Füße kühl und geschützt bleiben, während sie gleichzeitig direkten Kontakt zum Boden haben. Die Im Gegensatz zu herkömmlichen Schuhen, die Hitze stauen und Feuchtigkeit einschließen, reguliert der Desert ESC das Fußklima effektiv, sodass die Füße auch bei langen Touren trocken, leistungsfähig und angenehm temperiert bleiben. In Kombination mit wollenen Funktionssocken, wie sie auch für Wüsteneinsätze empfohlen werden, entsteht ein Setup, das auch mit extremem Klima souverän umgeht. Der hohe Schnitt bietet zuverlässigen Schutz für den Knöchelbereich, vor allem vor Sand, Dornen und gegebenenfalls auch Schlangen.
Fazit: Wandern in Ligurien – Naturgenuss pur
Wanderungen in der Provinz La Spezia sind auf jeden Fall empfehlenswert für Wanderbegeisterte. Gerade wenn die Temperaturen über 30 Grad ansteigen, bieten die Wälder, durch die sich die Wanderwege schlängeln, eine schöne Abkühlung. Zudem ist es die Kombination aus Geschichte, Natur und Panorama, die diese Wege so besonders machen. Und wer ihn gut vorbereitet geht – mit genügend Wasser, Sonnenschutz und vor allem dem richtigen Schuhwerk – der wird nicht nur sicher ankommen, sondern jede Minute genießen.

Die ESC-Kollektion – Fünf Biome. Fünf Schuhe. Ein Ziel.
Die Ecological Survival Collection (ESC) ist das ambitionierteste Projekt von Vivobarefoot. Es ist eine durchdachte Outdoor-Kollektion, die aus der Frage entstanden ist, wie man in der Natur bestehen kann und sich gleichzeitig mit ihr verbindet. Die Antwort ist eine Kollektion von fünf Modellen, die sich an den Bedingungen der fünf Kernbiome der Erde orientieren
1. Forest ESC – für moosige Waldböden, Wurzeln und unwegsames Terrain
2. Magna Forest ESC – besonders vielseitig, zwischen Trail und Straße
3. Jungle ESC – konzipiert für tropisches Klima und dichten Bewuchs
4. Tundra ESC – für eisige Winter und verschneite Böden
5. Desert ESC – für Hitze, Sand, Steine und extreme Trockenheit
Jedes Modell verbindet natürliche Materialien mit der Vivobarefoot-Philosophie: Weniger Schuh, mehr Natur.
Über Vivobarefoot
Vivobarefoot ist ein Lifestyle- und Gesundheitsunternehmen, das die Mission verfolgt, Menschen wieder mit der Natur zu verbinden – von Grund auf, Fuß für Fuß, Person für Person. Galahad und Asher Clark, zwei Cousins aus einer traditionellen Schuhmacherfamilie, haben Vivobarefoot gegründet. Die Philosophie des Unternehmens basiert auf einfachen Barfuß-Designprinzipien: breit, dünn und flexibel für optimale Fußgesundheit und natürliche Bewegung. Mit VivoHealth wurde zudem eine Plattform geschaffen, die nützliches Wissen vermitteln soll. Sie bietet ein wachsendes Angebot an Kursen, die von Expertinnen und Experten für natürliche Gesundheit geleitet werden.
>Auf der Reise, als Unternehmen eine positive Bilanz für die Regeneration der Gesundheit von Mensch und Planet zu erreichen, betreibt Vivobarefoot auch ReVivo. Mit dem ersten Sekundärmarkt seiner Art für professionell wiederaufbereitete Schuhe sollen diese ein zweites Leben erhalten.