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Urlaub am Pool im Ferienhaus
© Impact Photography, Adobestock

Das sind die Kosten für einen Sommerurlaub im Ferienhaus

Noch ist Winter, doch in vielen Kalendern wird bereits der nächste Sommerurlaub geplant. Ein Sommerurlaub im Ferienhaus ist weiterhin sehr beliebt und in zahlreichen Regionen ein knappes und teures Gut. Der Sommer-Preisindex 2026 von Holidu vergleicht durchschnittliche Übernachtungspreise in beliebten Reisezielen der Deutschen. Die Ergebnisse zeigen ein klares Muster: Mittelmeer-Hotspots liegen preislich vorn, deutsche Küsten und Inseln ziehen an, während viele Binnenregionen preislich moderater ausfallen.

Unter den Topzielen sticht Mallorca mit Abstand hervor. Gleichzeitig wird sichtbar, wie stark sich das Niveau selbst innerhalb einzelner Länder unterscheidet. Auffällig ist, dass Nebensaison nicht überall automatisch günstiger ausfällt. In dieser Auswertung liegt die Nordsee nahezu auf Hochsaisonniveau.

Europa im Vergleich: Mediterrane Klassiker, günstigere Alternativen

Spanien bleibt in vielen Regionen hochpreisig. Werte oberhalb von 190 Euro pro Nacht sind verbreitet, auf den Balearen werden in der Hochsaison teils deutlich über 300 Euro erreicht. Auf dem Festland sinkt das Niveau spürbar: Für die Costa Brava werden 210 Euro genannt, Andalusien und die Region Valencia liegen bei 201 Euro.

Italien zeigt starke regionale Sprünge. An der Amalfiküste liegt der Durchschnitt bei 355 Euro pro Nacht, am Lago Maggiore bei 173 Euro. Der Abstand zwischen ikonischen Küstenabschnitten und weniger frequentierten Gegenden fällt damit deutlich aus.

Frankreich wird in der Auswertung als vergleichsweise preiswert eingeordnet, bei gleichzeitig regionalen Unterschieden zwischen Atlantik, Mittelmeer und Binnenland. Als besonders günstiges Beispiel werden die Vogesen genannt, wo der Durchschnitt bei 117 Euro pro Nacht liegt. Preislich moderater werden außerdem Teile Osteuropas beschrieben: Ungarn und Tschechien zählen in der Analyse zu den Ländern mit vergleichsweise niedrigen Hochsaisonpreisen.

Küstenregionen sind im Sommer deutlich teurer

In vielen klassischen Sommerregionen treiben Nachfrage und knappe Verfügbarkeit die Preise deutlich nach oben. Besonders stark zeigt sich das in bekannten Hotspots: Für die Côte d’Azur werden in der Hochsaison 284 Euro pro Nacht genannt, für die ligurische Küste rund 288 Euro. Auch Südtirol liegt mit 266 Euro im teureren Bereich.

Gleichzeitig lässt sich aus den Zahlen ablesen, dass sich „teuer“ selten auf ein ganzes Land übertragen lässt. Innerhalb Italiens werden deutlich günstigere Alternativen sichtbar, wie zum Beispiel Sizilien mit 150 Euro pro Nacht. In Spanien ist der Kontrast ähnlich ausgeprägt. Mallorca steht mit 379 Euro an der Spitze, während die Costa Brava mit 224 Euro im Schnitt deutlich darunter liegt.

Außerdem führen nicht alle Küsten automatisch in die Premiumliga. Es gibt Regionen am Wasser, die trotz Hochsaison vergleichsweise moderat bleiben, wie zum Beispiel die Bretagne mit 133 Euro pro Nacht oder die dänische Nordseeküste mit 156 Euro. Insgesamt entsteht so ein klares Bild: Nicht die Landesgrenze entscheidet über den Preis, sondern die Kombination aus Bekanntheit, Nachfrage und Angebot und damit der Grad, in dem eine Region im Sommer zum Magneten wird.

Deutschlands Inseln und Küste teuer

Innerhalb Deutschlands fällt die Preisschere besonders aus. Sylt wird mit 349 Euro pro Nacht als Spitzenreiter genannt und liegt damit über vielen südeuropäischen Destinationen. Die Nordsee erreicht im Schnitt 233 Euro, die Ostsee 166 Euro.

Deutlich günstiger werden mehrere Binnenregionen ausgewiesen: Der Schwarzwald liegt bei 133 Euro, das Sauerland bei 125 Euro. Der Harz wird mit 115 Euro als günstigstes Ziel der deutschen Auswertung genannt. Damit wird das Urlaubsbudget in Deutschland vor allem durch die Wahl der Region geprägt und weniger durch Details in der Buchungslogik.

Nebensaison: Der größte Hebel fürs Budget

Der Wechsel aus der Hochsaison bringt im europäischen Durchschnitt eine Ersparnis von rund 18 Prozent. In einzelnen Regionen fällt der Unterschied besonders stark aus: Menorca und Bornholm werden jeweils mit minus 43 Prozent genannt, die Costa Brava mit minus 38 Prozent. Auch in Deutschland lohnt der spätere Reisezeitraum: Für Usedom und Rügen weist die Auswertung Rückgänge von 43 Euro beziehungsweise 39 Euro pro Nacht gegenüber der Hochsaison aus.

Neue Gebühren und Regeln 2026: Zusätzliche Kosten einplanen

Neben Übernachtungspreisen können 2026 zusätzliche Abgaben relevant werden. In den Niederlanden steigt die Mehrwertsteuer auf Übernachtungen ab dem 1. Januar 2026 von 9 auf 21 Prozent. Norwegen führt 2026 eine kommunale Tourismussteuer ein. Gemeinden können bis zu drei Prozent auf Übernachtungskosten erheben. In Venedig wird das Eintrittssystem für Tagestouristen ausgeweitet: An 60 Tagen zwischen April und Juli 2026 fällt eine Gebühr an (10 Euro, bei Buchung mindestens vier Tage im Voraus 5 Euro). In Rom wird ab Junar 2026 ein Eintrittsgeld von 2 Euro für den Trevi-Brunnen erhoben.

Methodik: So wurden die Werte ermittelt

Die Daten wurden am 13. Januar 2026 aus der Holidu-Datenbank erhoben. Berechnet wurde der durchschnittliche Preis pro Nacht für Ferienwohnungen oder Ferienhäuser für zwei bis acht Personen in den Zeiträumen 01.06.–01.09.2026 (Hochsaison) und 01.09.–31.10.2026 (Nebensaison).