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Olympische Spiele in Brasilien: Tourismusbehörde zieht positives Fazit

Die Olympischen Spiele in Rio 2016 brachten vom 1. Juli bis 15. August 541.000 internationale Touristen nach Brasilien, eine Zunahme um 157.000 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von der Visafreiheit für Besucher aus den USA, Kanada, Japan und Australien profitierten 74,7 Prozent der Ausländer, die Brasilien zu den Olympischen Spielen besuchten. Die Daten stammen aus einer Untersuchung des brasilianischen Tourismusministeriums. Laut der Studie, bei der brasilianische und ausländische Besucher während der Olympischen Spiele nach ihren Erfahrungen gefragt wurden, gaben acht von zehn internationale Touristen an, dass eine Visafreiheit eine mögliche Rückkehr nach Brasilien vereinfachen würde. Von den befragten Ausländern waren 56,5 Prozent zum ersten Mal in Brasilien. Für den Präsidenten des Instituts für Tourismus in Brasilien (Embratur), Vinicius Lummertz, war diese Maßnahme der wichtigste motivierende Faktor. Zudem belege ein Teilbereich der Untersuchung, ein positives Bild Brasiliens in der Welt.

Auch die Einheimischen seien mit den Spiele in Rio 2016 zufrieden gewesen. Insgesamt habe die Ausrichtung der Olympischen Spiele in Brasilien das Image des Landes positiv beeinflusst. Brasiliens Regierung hofft, dass dadurch künftig mehr Touristen und ausländische Investoren in das Land gelockt werden.

Touristen loben Gastfreundschaft

Laut der Erhebung war das Internet für 63,4 Prozent der ausländischen Touristen die wichtigste Quelle, um ihre Reise ins Land zu organisieren. Mit dem Start des Embratur-Portals Visit Brasil erhoffe sich die brasilianische Tourismusagentur Embratur, dass dieses Werkzeug dazu beitragen würde, das Interesse für Brasilien zu steigern.

98,7 Prozent der befragten Ausländer stimmten in der Umfrage zu, dass die Gastfreundschaft der so genannten „Cariocas“ – Einwohner Rios, außergewöhnlich hoch sei. 94,6 Prozent lobten die Flughäfen und 86,6 Prozent äußerten sich positiv zum öffentlichen Nahverkehr. Für 83 Prozent der ausländischen Besucher hat die Reise nach Rio de Janeiro ihre Erwartungen voll erfüllt oder gar übertroffen.

Touristen gaben knapp 100 Euro pro Tag aus

Die Untersuchung der Unterkünfte ergab, dass sich 37 Prozent der ausländischen Touristen für Hotels oder Gästehäuser (Pousadas) entschieden, wohingegen 25 Prozent lieber in Ferienwohnungen oder -häusern übernachteten. Ausländer gaben durchschnittlich in 11,7 Tagen rund 103,70 US-Dollar pro Tag aus, was nach derzeitigem Wechselkurs etwa 335,66 Brasilianische Real (92,83 Euro) entspricht. Inländische Touristen hingegen gaben durchschnittlich in 10,3 Tage täglich etwa 337,90 Brasilianische Real im Durchschnitt aus.

Hintergrund: Insgesamt wurden 1.262 Ausländer zwischen dem 6. und 18. August vom Forschungsinstitut Fundação Instituto de Pesquisa Econômica (FIPE) befragt sowie 4.150 Brasilianer vom 3. bis 16. August von der Agentur GMR Inteligência & Pesquisa.