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virtuelle Messen in Europa
© Chris Montgomery - Unsplash

IPD unterstützt Unternehmen mit virtuellen Messen in Europa

Die Kontaktbeschränkungen während der Coronapandemie erschweren die internationalen Handelsbeziehungen und die Suche nach neuen Produkten und zuverlässigen Lieferanten. Viele der internationalen Messen in Europa, die als wichtige Kontaktbörse dienen, werden vertagt. Das IPD will Abhilfe schaffen.

Das Import Promotion Desk (IPD) hat eine Vielzahl an Online-Angeboten entwickelt, um seine Arbeit fortzusetzen. Die IPD-Experten unterstützen in virtuellen Meetings und Messen deutsche und europäische Unternehmen bei der Erschließung neuer Beschaffungsmärkte und vernetzen sie mit ausgewählten Produzenten aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Um Unterstützung zu erhalten, müssen Unternehmen zunächst dem Netzwerk beitreten.

Neue Handelspartner in Europa virtuell kennenlernen

virtuelle Messen in Europa

Die IPD-Experten unterstützen in virtuellen Meetings und Messen europäische Unternehmen bei der Erschließung neuer Beschaffungsmärkte und vernetzen sie mit ausgewählten Produzenten aus Entwicklungs- und Schwellenländern.

Im Herbst und Frühjahr 2021, in der traditionellen Messesaison, verstärkt das IPD die Maßnahmen zur Importförderung und präsentiert sowohl auf virtuellen Messen als auch in einer eigenen Serie von virtuellen Matchmaking-Events sorgfältig geprüfte Produzenten aus ausgewählten Partnerländern. Deutsche und europäische Importeure bietet sich trotz der Corona-Beschränkungen die Gelegenheit, neue Handelspartner kennenzulernen.

Die Branchenschwerpunkte des IPD liegen in der Forst- und Landwirtschaft. Dazu zählen die Sektoren natürliche Zutaten für Lebensmittel, Pharmazie und Kosmetik, frisches Obst und Gemüse, Schnittblumen und technisches Holz. Zudem ist das IPD im Tourismus-Sektor aktiv, der ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur effektiven Wirtschaftsentwicklung in Entwicklungs- und Schwellenländern liefert.

Große Nachfrage nach virtueller Vernetzung

„Die Nachfrage nach der virtuellen Vernetzung ist groß“, sagt Dr. Julia Bellinghausen, Leiterin des IPD. „Wir konnten bereits eine große Anzahl an Kontakten zwischen Importeuren und unseren Partnerunternehmen vermitteln. Und die Gespräche zwischen den potenziellen Geschäftspartnern sind sehr intensiv. Auch während der Pandemie sind wir mit den Produzenten in unseren Partnerländern im engen Kontakt und unterstützen sie bei ihrem Export nach Europa. Wir setzen das Screening der Exporteure fort und können so Kriterien wie Produktqualität, Exportfähigkeit und -kapazitäten gewährleisten.“

Der virtuelle Messekalender des IPD für das neue Jahr sei bereits gut gefüllt. Die IPD-Experten werden Produzenten aus den 13 IPD-Partnerländern (Ägypten, Äthiopien, Ecuador, Elfenbeinküste, Ghana, Indonesien, Kirgistan, Kolumbien, Nepal, Peru, Sri Lanka, Tunesien und der Ukraine) auf zahlreiche Messen begleiten, darunter Fruit Logistica 2021, Biofach 2021, Carrefour du Bois 2021, ITB Berlin 2021. Zudem sind weitere Matchmaking-Events des IPD zum Beispiel zu Schnittblumen und Lebensmittelzutaten und frischem Obst & Gemüse aus Afrika geplant.

Mit Messen in Europa neue Absatzmärkte finden

„Die COVID-19-Beschränkungen treffen den Außenhandel hart“, erklärt Gregor Wolf, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA), der gemeinsam mit der Entwicklungsorganisation sequa gGmbH den Aufbau des IPD initiiert hat. „Mit Hilfe der neugeschaffenen virtuellen Plattformen können Importeure ihr Sourcing fortsetzen und Produzenten aus Entwicklungs- und Schwellenländern weiterhin neue Absatzmärkte finden.“

Schlechte Stimmung unter Exporteuren

Messen in Europa

Tatsächlich hat sich Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich merklich verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen der Industrie sind im November von plus 7,0 auf minus 2,1 Punkte gefallen. Insbesondere die Heftigkeit der zweiten Corona-Welle in vielen europäischen Ländern belastet das Exportgeschäft.

Einen deutlichen Dämpfer beim künftigen Auslandsgeschäft musste die Automobilbranche verkraften. Der Optimismus der vergangenen Monate ist verflogen. Mit deutlichen Rückgängen beim Export rechnet die Nahrungsmittelindustrie. Der Maschinenbau geht eher von einer konstanten Entwicklung bei den Exportumsätzen aus. Gleiches gilt für die Metallbranche. Weitere Zuwächse erwarten hingegen die Chemische Industrie und die Elektrobranche.