An Weihnachten in den Urlaub: Viele wünschen sich einen Tapetenwechsel
Während viele Menschen Weihnachten entgegenfiebern und die Weihnachtszeit mit Traditionen, Besinnlichkeit und Familie und nach Hause fahren verbinden, nutzen auch immer mehr Beschäftigte die Feiertage, um in den Urlaub zu fahren und sich zu erholen, am besten noch mit Sonnenstrahlen auf der Haut.
In einer Umfrage von TUI gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Appinio geben 77,7 Prozent der 2000 befragten Personen an, grundsätzlich offen für eine Reise während der Feiertage zu sein, und zwar unabhängig davon, ob zusätzlich Freundinnen und Freunde oder die Familie besucht werden.

Bei den Reisezielen zeigt sich ein breites Spektrum. Ein Viertel der Befragten (25,6 Prozent) setzt auf Fernreisen: tropische Inseln, neue Eindrücke, maximale Distanz zum Dezemberalltag. Fast genauso viele (25,5 Prozent) bevorzugen das Mittelmeer im Winter, dass weniger Hitze als im Sommer, mehr Licht und mildere Temperaturen verspricht.
Gleichzeitig bleiben der Winterklassiker als Reiseziele stark. 24,2 Prozent nennen die Alpen, Skandinavien oder andere schneereiche Regionen als bevorzugte Kulisse. Ebenfalls 24,2 Prozent verbringen die Feiertage als Kurzurlaub, Städtetrip oder bewusste Auszeit ohne lange Anreise in Deutschland.
Diese Städte sind als Weihnachtsreise in Deutschland beliebt
Wer in Deutschland bleibt, sucht oft nach Orten, an denen Advent und Weihnachten besonders präsent sind: Weihnachtsmärkte, Beleuchtung, Traditionen, eine gewisse Dichte an „Festtagsatmosphäre“. In der Umfrage wurde deshalb auch erhoben, welche Stadt als Weihnachtshauptstadt wahrgenommen wird.
Mit 30,6 Prozent liegt Nürnberg an der Spitze. In 11 von 16 Bundesländern steht die fränkische Stadt auf Platz eins der beliebtesten Weihnachtshochburgen, vor allem wegen ihres Christkindlesmarkts, der für viele als Inbegriff klassischer Weihnachtsstimmung gilt.
Regional fällt das Bild jedoch nicht überall gleich aus: Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen setzen in der Umfrage auf Dresden als Weihnachtsfavorit. In Berlin und Bremen wiederum gewinnt die eigene Stadt.
Weihnachten ist oft mit Stress verbunden
Dass die Feiertage für viele nicht nur gemütlich sind, zeigt ein weiteres Ergebnis der Befragung: 74,6 Prozent empfinden Weihnachten als stressiger als den normalen Alltag. Auf einer Skala von 1 bis 6 (1 = viel weniger gestresst, 6 = viel gestresster) liegt der Durchschnitt bei 4,17.
Im Generationenvergleich wirkt die Gruppe der 55- bis 65-Jährigen gelassener: 30,2 Prozent geben an, rund um die Feiertage weniger gestresst zu sein als im Alltag. Das kann Erfahrung sein oder schlicht der Vorteil, nicht mehr alles gleichzeitig organisieren zu müssen.