Euro-Wechselkurs: In diesen Ländern ist der Urlaub 2025 günstiger
Der Euro hat im internationalen Vergleich in den vergangenen zwölf Monaten an Stärke gewonnen. In mehreren Urlaubsländern sorgt das für ein spürbar besseres Preisniveau. Urlauberinnen und Urlauber, die Reisesziele gezielt nach Wechselkursen und lokalen Preisen auswählen, können 2025 mit demselben Budget deutlich mehr unternehmen. Die größten Einsparpotenziale liegen außerhalb der Eurozone, vor allem in Ländern mit anhaltender Inflation oder schwacher Währung. OANDA, ein globaler Online-Broker, hat die aktuellen Entwicklungen analysiert.
Südamerika: Deutlich gestiegene Kaufkraft
In Argentinien hat sich der Eurokurs um ein Drittel verbessert. Aktuell entspricht ein Euro rund 1.290 Pesos, vor einem Jahr lag der Kurs bei etwa 960. Die wirtschaftliche Lage vor Ort bleibt angespannt, die Preise für Reisende sinken jedoch weiter.
Auch in Brasilien, Kolumbien, Chile und Peru hat der Euro deutlich zugelegt, teils um bis zu 15 Prozent. Besonders für längere Aufenthalte oder Rundreisen entstehen daraus spürbare Preisvorteile.
In Mexiko hat sich die Landeswährung um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Euro abgewertet. Wer eine Reise an die Pazifikküste oder zur Halbinsel Yucatán plant, kann dort mit deutlich geringeren Ausgaben rechnen als im Vorjahr.
Türkei und Naher Osten: Währungsabwertung senkt Reisekosten
Die türkische Lira ist seit Sommer 2024 stark unter Druck geraten. Der Wertverlust gegenüber dem Euro beträgt rund 26 Prozent. Urlaub in klassischen Ferienorten wie Antalya oder Bodrum fällt dadurch trotz gestiegener Hotelpreise günstiger aus. Verpflegung, Verkehrsmittel und Dienstleistungen bleiben preiswert.
In Ägypten liegt der Kursgewinn bei rund 11 Prozent. Eine durchschnittliche Unterkunft kostet 29 Euro, eine Mahlzeit rund 3,50 Euro. Für Reisende ergibt sich damit ein sehr günstiges Gesamtpaket.

Asien: In Indien, Vietnam und Sri Lanka ist der Euro mehr wert
In Indien ist der Eurokurs um rund acht Prozent gestiegen. Unterkünfte und Alltagsausgaben sind ohnehin niedrig. Durch den Währungseffekt profitieren Reisende zusätzlich.
Ähnliche Entwicklungen zeigen sich in Vietnam und Sri Lanka. Beide Länder bieten ein günstiges Preisniveau bei moderaten Flugkosten und hohem Erlebniswert. Auch hier sorgen Wechselkursveränderungen für einen günstigen Gesamteindruck.
Ozeanien: Geringe, aber spürbare Vorteile
In Australien und Neuseeland liegt der Kursgewinn des Euro zwischen acht und zehn Prozent. Die Länder bleiben trotz hoher Grundkosten beliebte Fernziele, durch die Wechselkursveränderung sind Mietwagen, Unterkünfte und Restaurants nun etwas erschwinglicher.
Europa: Günstige Ziele in Südosteuropa

Innerhalb Europas bleibt Albanien das Land mit dem niedrigsten Preisniveau. Eine Hotelübernachtung kostet im Schnitt 61 Euro, ein Essen rund zehn Euro, ein Nahverkehrsticket weniger als 50 Cent. Ähnlich günstig sind Rumänien und Bulgarien. Auch Polen, Ungarn und Tschechien liegen preislich deutlich unter dem mitteleuropäischen Durchschnitt.
In der Schweiz und Schweden hat sich der Euro hingegen abgeschwächt. Dort sind Reisen nun teurer. In der Schweiz verteuerte sich der Franken um etwa sechs Prozent, in Schweden die Krone um rund sieben Prozent.
