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In welchen Ländern die Luftverschmutzung am größten ist

Nigeria, Pakistan und Iran sind die Staaten, die am meisten mit dem Problem der Luftverschmutzung zu kämpfen habe. Das hat eine Analyse der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ergeben. Die Regionen mit der schlechtesten Luft befinden sich vorwiegend in Vorder- und Südostasien.

Dicke Luft herrscht unter anderem auch in Städten Saudi-Arabiens, Indiens und Afghanistans. Auch China hat ein große Schwierigkeiten, die Feinstaubbelastung in Grenzen zu halten. Betroffen ist vor allem die Provinz Sichuan.

Luftverschmutzung

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Berichte, wonach Expats ihren Auslandseinsatz in China abbrechen, weil die Luftverschmutzung zu einer ernsthaften Bedrohung für die Gesundheit wurde. Das bestätigt auch Claus-Helge Groß, Südostasien-Experte und Firmenkundenberater bei der auf Auslandsversicherung spezialisierten BDAE Gruppe: „Für Unternehmen, die Fachleute nach China entsenden, wird es zunehmend schwierig, Personal nach Peking oder in besonders belastete Provinzen zu entsenden. Ein Mitarbeiter, der es beispielsweise liebt, morgens im Freien zu joggen, würde einen befristeten Einsatz dort als signifikante Verschlechterung seiner Lebensqualität empfinden.“

Messung von Feinstaub für Luftverschmutzung seit 1987

Die Statistik zeigt die Städte mit der höchsten Luftverschmutzung weltweit. Die Luftverschmutzung wird dabei anhand des in der Luft enthaltenden Feinstaubs gemessen. Als Feinstaub (PM10) wird die Masse aller im Gesamtstaub enthaltenen Partikel bezeichnet, deren aerodynamischer Durchmesser kleiner als 10 µm ist. Die in Nigeria gelegene Stadt Onitsha verzeichnete im Erhebungszeitraum eine Luftverschmutzung in Höhe von 594 µg/m3/Jahr.

Feinstaub ist ein Teil des Schwebstaubs. Die Definition des Feinstaubs geht zurück auf den im Jahre 1987 eingeführten „National Air Quality“-Standard for Particulate Matter (kurz als PM-Standard bezeichnet) der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde Environmental Protection Agency (EPA).