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ITB 2017 erstmals mit Medizin-Tourimus als Segment

Wenn Auslandsreisen medizinisch motiviert sind – diesem schnell wachsenden Segement des Medizin-Tourismus bietet die ITB Berlin im kommenden Jahr erstmals eine eigene Plattform. Im Medical Tourism Pavilion in Halle 3.2 können Leistungsträger aus dem medizinischen Bereich sowie Hotels und Destinationen mit entsprechenden Angeboten ihre Produkte und Dienstleistungen vorstellen. In Präsentationen und Workshops erfahren Besucher mehr zu neuen Entwicklungen und Trends in diesem Wachstumsmarkt.

Voraussichtlich 25 Prozent Wachstum im Medizin-Tourismus

Gesundheitlich motivierte Reisen nehmen seit Jahren zu, die Gründe dafür sind breitgefächert. So schätzen manche Menschen die bessere medizinische Infrastruktur einiger Länder oder unterziehen sich Therapien, die in ihrem Heimatland aus juristischen Gründen nicht angeboten werden, wie beispielsweise bei Kinderwunsch bestimmten Fertilisationsmethoden. Laut dem neuen Report von VISA und Oxford Economics besitzt die globale Medical Tourism-Industrie derzeit weltweit einen Wert von rund 439 Milliarden US-Dollar. Die prognostizierte Wachstumsrate liegt bei 25 Prozent in den nächsten zehn Jahren.

Für David Ruetz, Head of ITB Berlin hat Medizin-Tourismus ein enormes Potenzial für die globale Tourismusindustrie: „Drei bis vier Prozent der Weltbevölkerung werden in den nächsten zehn Jahren medizinisch motivierte Reisen und damit zusammenhängende Behandlungen unternehmen. Die ITB Berlin wird dieses wachsende Segment mit all ihren Facetten vorstellen und Einkäufern sowie Anbietern eine neue Plattform bieten.“

Der Bedarf und die Nachfrage für dieses neue Segment sind hoch. Das neue Segment Medizin-Tourismus auf der ITB Berlin macht es zum ersten Mal in Deutschland möglich, dass sich alle Beteiligten – seien es Kliniken, Kostenträger oder Gesundheitsbeauftrage – im medizinischen Tourismus direkt treffen und austauschen, so der Veranstalter weiter.