Anzeige
© Rawpixel

Ein Jahr Ausland in Corona-Zeiten? Online-Messe hilft bei der Entscheidung

Ein Jahr Ausland: Trotz Corona ist der Andrang bei Jugendlichen groß. Wer über eine Au-Pair-Stelle, Freiwilligendienst oder Work & Travel grübelt, findet bei einem Online-Seminar die nötige Entscheidungshilfe. Die Youth Education & Travel Fair findet am Samstag, 3. Oktober 2020 erstmals online statt. Von 10 bis 15 Uhr präsentieren Austauschorganisationen ihre Programme. Ehemalige Teilnehmer berichten ganz praktisch, wie sie das Auslandsjahr empfunden haben.

Die Lust auf ein Jahr Ausland ist gerade bei Jugendlichen besonders groß. Gleichzeitig ist noch unklar, wie sich die Corona-Pandemie weiterentwickeln wird, und inwiefern Fernreisen eingeschränkt bleiben. Klar ist, dass eine große Zahl von Jugendaustausche nicht in der üblichen Form stattfinden. Bei allen Angeboten ist zu beachten, dass sich kurzfristig Änderungen in den Planungen ergeben können. Jugendliche und ihre Eltern sollten Reisewarnungen im Blick haben und im engen Kontakt mit den Trägerorganisationen bleiben, um deren Einschätzungen einer erfolgreichen Programmumsetzung jederzeit zu kennen.

Die Pandemie hat nicht nur Auswirkungen auf manches austauschprogramm, sondern auch auf Fördermöglichkeiten. Viele Austauschprogramme sind für Jugendliche und junge Erwachsene nur durch externe Förderung bezahlbar. Denn die verantwortlichen Organisationen wickeln häufig die Suche nach einem Job, einer Unterkunft, aber auch Flugtickets und Reiseplanung ab. Viele Organisationen übernehmen auch die Aufgabe, sich um einen passenden Versicherungsschutz für die Teilnehmer zu kümmern.

Ist ein Jahr Ausland während der Pandemie sinnvoll?

Macht es dann überhaupt noch Sinn, ein Auslandsjahr zu planen? Thomas Terbeck, Veranstalter der Messe, weiß, worauf es jetzt ankommt. Er selbst bereiste bis zu seinem 25. Lebensjahr fast 40 Länder klärt in einem Online-Interview die wichtigsten Fragen:

Warum sollte man sich gerade jetzt zum Thema Auslandsaufenthalte informieren?

Niemand weiß, wie sich die weltweite Corona-Situation entwickeln wird. Fakt ist aber, dass bereits zu „normalen Zeiten“ für einen Auslandsaufenthalt während oder nach der Schulzeit eine gewisse Planungs- und Vorlaufzeit von teilweise bis zu einem Jahr und mehr einzuplanen ist. Viele Fragen sind zu klären: Wo soll es hingehen? Wann ist der beste Zeitpunkt für ein Auslandsabenteuer? Welche Programme gibt es? Wie teuer ist das Ganze? Gibt es Förderprogramme? Um den nächsten Schritt gehen zu können, sollte man sich also frühzeitig fachkundig und umfassend zu Zielländern und Programmarten beraten lassen.

Finden derzeit überhaupt Programme statt?

Ja. Allen Einschränkungen zum Trotz sind in den letzten Wochen zahlreiche Austauschschüler*innen zum Beispiel in die USA, nach England und Irland oder in andere europäische Länder ausgereist und verbringen nun dort ein Auslandsjahr. Auch einige Au-Pairs, Freiwillige, Sprachschüler*innen und Praktikant*innen sind in Länder ausgereist, deren Grenzen nicht geschlossen sind. Andersherum haben nicht wenige Jugendliche ihren Programmstart in das Jahr 2021 in der Hoffnung verschoben, dass die Lage dann entspannter ist. Das hat wiederum zur Folge, dass einige Programme für das kommende Jahr bereits überdurchschnittlich gut gefüllt sind.

Was ist für das eigene Auslandsabenteuer zu beachten?

Bei der Planung ist derzeit auf jeden Fall eine erhöhte Flexibilität bezüglich des Ausreisezeitpunkts und der Länge des Aufenthaltes von Vorteil. So ist ein persönlicher Plan B hilfreich, der Überlegungen beinhaltet, welche Länder und Programme gegebenfalls alternativ in Frage kommen.

Internationale Freiwilligendienste sind auch 2020 noch möglich

© HQUALITY – AdobeStock

Messebesuch von zu Hause aus

In spannenden Vorträgen, im Direktkontakt per Video-Chat mit verschiedenen Austauschorganisationen sowie im Austausch mit Returnees finden Schüler*innen, Eltern sowie Lehrende bestimmt das individuell passende Programm und den richtigen Anbieter – ganz easy von der Couch oder unterwegs. Die Anmeldung ist kinderleicht, die Teilnahme kostenfrei und bequem von überall möglich. Das wichtigste in Kürze:

Youth Education & Travel Fair

  • Teilnahme kostenlos
  • 03.10.2020, 10 bis 15 Uhr
  • Teilnahme erfolgt online unter diesem Link

Der Veranstalter, International Education Network (IEN), hat es sich zur Aufgabe gemacht, über Auslandsaufenthalte und internationale Bildungsangebote  zu informieren. Das beinhaltet etwa Schüleraustausche, High-School-Aufenthalte, Sprachreisen, Au-Pair, Work & Travel, Praktika, Freiwilligenarbeit oder auch das Studium im Ausland. Das Netzwerk bietet selbst keine Reisen an. Stattdessen nimmt es die Angebote unterschiedlicher Veranstalter unter die Lupe, um Interessierten anschließend die beste Auswahl vorzustellen.

Daneben führt das IEN seit Jahren verschiedene Info-Messen durch. Die morgige Online-Messe hätte eigentlich in Wien stattfinden sollen, wurde aufgrund der Pandemie ins Internet „verlegt“. Der Nebeneffekt: Wer sich vorher keinen Trip nach Österreich leisten konnte oder wollte, kommt jetzt trotzdem in den Genuss der vielen Panels und Erfahrungsberichte – schließlich ist das Zuschauen am heimischen Bildschirm kostenfrei.

Wer weitere Infos braucht, um ein Auslandsjahr zu planen, findet online weitere Ressourcen. Entweder auf der Seite des IEN oder bei ähnlichen Info-Netzwerken wie etwa Eurodesk. Auch deren deutsche Projekt-Koordinatorin Regina Pfeifer ist überzeugt: „Gebt euren Traum vom Auslandsaufenthalt nicht auf – Don’t stop dreaming! Start planning!“. Diesem Motto folgend, bietet Eurodesk verschiedene Info-Materialien online an: