Praktikum im Ausland

Auch für ein Praktikum im Ausland gilt: rechtzeitig, also mindestens ein Jahr vorher, mit der Planung beginnen. Doch wann ist der ideale Zeitpunkt für den Auslandseinsatz? Es spricht einiges dafür, das Praktikum noch während des Studiums oder zwischen Bachelor und Master zu absolvieren – Hauptsache, Sie haben noch den Studentenstatus. Der Grund: In vielen Ländern werden Sie nur dann als Praktikant anerkannt, wenn Sie an einer Hochschule eingeschrieben sind. Denn sonst gelten Sie offiziell als Arbeitnehmer, was für das Unternehmen einige Hindernisse mit sich bringen kann. Unter Umständen benötigen Sie dann ein Arbeitsvisum und eine Aufenthaltserlaubnis.

Ein Praktikum bietet ganz andere Einblicke als dies bei Auslandssemestern der Fall ist. Sie sind direkt in ein nationales oder vielleicht auch multikulturelles Arbeitsteam eingebunden und erwerben zusätzlich berufliche Qualifikationen. Bei der Jobsuche nach dem Uni-Abschluss kann dies ein wesentlicher Pluspunkt sein.

Vorbereitung

  • Der Sprachreisenanbieter Education First (EF) veranstaltet regelmäßig seinen 3-Länder-Praktikumswettbewerb, bei dem Sie sich um ein dreimonatiges Praktikum in drei verschiedenen Ländern Ihrer Wahl bewerben können: www.ef.com/praktikumswettbewerb. Dabei trägt EF sämtliche Reisekosten und Spesen.
  • Sowohl Stellenbörse für Auslandspraktikum als auch Ratgeber über die Finanzierung von Auslandspraktika, Work & Travel und über Visamodalitäten: www.auslandspraktikum.info
  • Wer noch unschlüssig ist, was genau er im Ausland machen möchte und wo, findet auf auslandsjahr.org das passende Programm.

Nicht nur junge Leute zieht es in Ausland, auch immer mehr „ältere“ Personen möchten Auslandserfahrungen jenseits des Jahresurlaubes machen. Mehrere Anbieter haben sich darauf eingerichtet und bieten zielgerichtete Angebote an.

  • Auch für Senioren gibt es spezielle Programme, beispielsweise gibt es auf www.people-abroad.de eine größere Auswahl an Möglichkeiten.

Eine sinnvolle Alternative zum herkömmlichen Praktikum bieten die von der Bundesregierung geförderten Freiwilligendienste. Dabei helfen Sie in der Regel bei konkreten Projekten in bestimmten Ländern und können entscheiden, ob Ihr Engagement einen humanitären, ökologischen, sozialen oder entwicklungspolitischen Hintergrund haben soll.

  • Besonders bekannt ist beispielsweise das Projekt „weltwärts“ www.weltwaerts.de, das die Programme der meisten Entwicklungsdienste bündelt und fördert.
  • Informationen zu Projekten in europäischen Ländern finden Sie über www.go4europe.de.

In anderen Ländern herrschen natürlich auch andere Bewerbungsverfahren. Die Europäische Kommission hat für Europa die Broschüre „Sie hören dann von uns“ herausgebracht, in der Sie wichtige Infos über Bewerbungsabläufe in den europäischen Ländern erhalten. Der Download steht hier bereit: http://www.eures.ch/serveattachment/1df48956a2f14b6489511df94d9854d6ee5ae2dae2d/gut_zu_wissen.pdf.

Weitere länderspezifische Bewerbungstipps gibt auch die ZAV der Arbeitsagentur unter www.zav-auslandsvermittlung.de (Im Homepage-Text auf „Arbeiten im Ausland“ klicken und in linker Menü-Spalte auf „Bewerbungstipps“).

Flug

Einige Reisebüros haben sich auf günstige Angebote für Studenten spezialisiert. Zu nennen ist beispielsweise STA Travel (www.statravel.de), das mit über 35 Filialen in ganz Deutschland vertreten ist. Für einige Studentenangebote muss der internationale Studentenausweis ISIC vorgelegt werden. In jedem Fall sollten Sie immer prüfen, ob der Studententarif einer Fluggesellschaft wirklich günstiger ist als die entsprechenden Angebote der Billigflieger.

Sie sollten auch die Gepäckbestimmungen beachten. Nach mehreren Semestern im Ausland ist es meist schwer, mit 20 kg Gepäck auszukommen, um alle Erinnerungen in die Heimat zu transportieren. Manchmal lohnt sich also ein etwas teureres Ticket, das dafür mehr Gepäckmitnahme erlaubt, denn Übergepäck ist teuer.

Unterkunft/Wohnung

Für einen Auslandsaufenthalt eine Wohnung oder ein Zimmer zu finden, in dem man sich wohl und sicher fühlt und sich gerne aufhält, ist sehr wichtig. Insbesondere nach einem anstrengenden Tag bei der Arbeit – und womöglich der anfangs noch anstrengenden Kommunikation in einer Fremdsprache – ist es sehr viel wert, sich abends in seine eigenen vier Wänden zurückziehen zu können.

Oftmals ist es im Ausland jedoch üblich, sich mit anderen Studenten oder Praktikanten sogar ein Zimmer zu teilen. Je nach Zielland variieren die Mietpreise sehr stark und zum Teil ist Wohnen auf engstem Raum oder in sehr bescheidenen Umständen der Normalfall. Wir raten, sich im Vorfeld genau zu überlegen, wie man unter den gegebenen Bedingungen ideal wohnen kann und sich selbst eine Liste anzufertigen, welche Punkte einem in diesem Zusammenhang wichtig sind.

Ein guter Ausgangspunkt für die Suche nach einer Wohnung oder einem WG-Zimmer ist üblicherweise die Homepage der Ziel-Uni oder der Institution. Auch die manchmal schon etwas altmodisch anmutenden „Schwarzen Bretter“ helfen oft weiter und geben eine erste Orientierung über das Preisniveau. Hilfe bieten zudem die „international offices“ der Hochschulen, die auch über Wohnmöglichkeiten in Studentenwohnheimen informieren.

Im Internet lässt sich schon aus der Ferne nach einem WG-Zimmer suchen, beispielsweise auf Seiten wie www.wg-gesucht.de, die auch international Zimmer vermitteln. Auch das Portal www.justlanded.de bietet unter der Rubrik „Immobilien“ WG-Zimmer und Wohnungen zur Miete.

Einreise/Aufenthalt

Rechtzeitig vor dem Auslandsaufenthalt sollten Sie prüfen, welche Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen im Gastland gelten. Benötigen Sie als Praktikant ein besonderes Visum? Wie lange dauert die Bearbeitungszeit, welche Dokumente müssen dafür vorgelegt werden? Darf neben dem Praktikum im Gastland gejobbt werden? Dies alles sind Fragen, die gestellt und beantwortet werden müssen.

Informationen erteilen die Botschaften des jeweiligen Landes (meistens auch mit umfassenden Informationen auf den Homepages), das Auswärtige Amt (www.auswaertiges-amt.de) und diverse auf Visumfragen spezialisierte Agenturen. Zu nennen ist zum Beispiel die CIBT Visum Centrale mit fünf Niederlassungen in Deutschland: www.visum-centrale.de.

Dokumente

Es empfiehlt sich, Kopien von wichtigen Dokumenten (z.B. Reisepass, Impfausweis, Geldkarten, Visum) anzufertigen und sowohl mitzunehmen, als auch an einem sicheren Ort zu Hause (z.B. gut zugänglich bei den Eltern, die über alle Unterlagen informiert werden sollten) zu deponieren. Eventuell kann es erforderlich sein, Kopien von Ausbildungs- oder Studienzeugnissen mitzunehmen. Eine genaue Absprache mit dem Arbeitgeber oder Institution im Vorfeld des Aufenthaltes kann Missverständnisse verhindern und viel Arbeit sparen.

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Besonderer Tipp:

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