EU und Singapur schließen Freihandelsabkommen

Der Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Singapur hat große Bedeutung für Handel und Investitionen mit Singapur und der ASEAN-Region. Zu dieser Vereinigung (Association of Southeast Asian Nations) gehören Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam.

Das Abkommen enthält umfassende und verlässliche Regelungen für mehr Handel und weniger Handelsbarrieren für Industrie- und Dienstleistungsunternehmen.

Abschaffung der Zölle und Abbau von Handelsbarrieren

Mit der Vereinbarung verbessert die EU ihre Präsenz in ASEAN und ganz Asien. Mit dem umfassenden Freihandelsabkommen werden im Laufe der nächsten fünf Jahre alle Zölle abgeschafft. Im nichttarifären Bereich werden die Handelsbarrieren abgebaut, der Schutz Geistigen Eigentums gesichert, die Teilhabe an öffentlichen Ausschreibungen sichergestellt und vor allem EU-Standards anerkannt. Zudem wird durch neue verlässliche Regelungen ein nachhaltiges Wachstum im Bereich der erneuerbaren Energien ermöglicht. Die Verhandlungen zu einem Investitionsschutzkapitel werden separat weitergeführt. Die Europäische Kommission strebt den Abschluss der Verhandlungen da bis Sommer 2013 an.

Hintergrund: Singapur ist seit Jahren Deutschlands größter Handelspartner (2011: 11,1 Milliarden Euro Handelsvolumen) innerhalb der zehn ASEAN-Mitgliedstaaten.

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