Österreicher zieht es beruflich nach Deutschland und in die Schweiz

Wenn ein junger Österreicher mit guter Fachausbildung im Ausland Karriere machen will, würde ihm der Großteil der Österreicher vor allem die Schweiz oder Deutschland empfehlen. Das hat eine repräsentative Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS ergeben.

Qualifizierte Österreicher vermuten in Deutschland einen besseren Verdienst, aber auch schlechtere Sozialleistungen, so ein weiteres Ergebnis dieser Studie.

Insgesamt 39 Prozent würden zur Schweiz raten, wenn es ums Arbeiten im Ausland geht, gefolgt von Deutschland, das 34 Prozent nannten. Die weiteren Ränge nehmen schon mit deutlichem Abstand Schweden (20 Prozent), Großbritannien (13 Prozent), Luxemburg (elf Prozent) und Finnland (zehn Prozent) ein. Frankreich und Dänemark sind für jeweils neun Prozent verlockend, die Niederlande und Belgien für acht beziehungsweise sechs Prozent.

Österreicher wollen nicht in Spanien, Irland und Italien arbeiten

Irrelevant sind mit jeweils drei Prozent Nennungen Arbeitsplätze in Spanien, Irland und Italien. Auf zwei Prozent Nennungen kamen jeweils Kroatien und Portugal, auf nur ein Prozent Nachbarland Ungarn, Polen, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Litauen, Lettland und Estland. Völlig undenkbar ist für die Österreicher, sich einen Job in Griechenland oder Bulgarien zu suchen.

Näher untersucht haben die Meinungsforscher die österreichische Einschätzung der Arbeitsbedingungen in Deutschland im Vergleich zu daheim. Demnach glauben 35 Prozent an mehr Gehalt beim Nachbarn, 27 Prozent, dass in Österreich besser gezahlt werde. Demgegenüber meinen 58 Prozent, dass die österreichischen Arbeitnehmer höhere Sozialleistungen und mehr Rechte genießen würden als ihre deutschen Kollegen. Nur acht Prozent sahen dort die Deutschen im Vorteil.

Schwer taten sich die Befragten bei der Einschätzung, in welchem der beiden Länder von einem Arbeitnehmer mehr verlangt werde. Für 44 Prozent gibt es beim Leistungsdruck keinen Unterschied, weitere 17 Prozent wagten kein Urteil. 24 Prozent der Österreicher waren der Ansicht, bei ihnen werde mehr von den Beschäftigten erwartet, lediglich 15 Prozent verwiesen auf Deutschland.

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