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Mehr als jeder dritte Deutsche liebäugelt mit dem Auswandern

Mehr als jeder dritte Deutsche (34,4 Prozent) hat schon einmal mit dem Gedanken gespielt, Deutschland den Rücken zu kehren. Die Mehrheit (65,6 Prozent) fühlt sich in Deutschland aber so wohl, dass Auswandern für sie eher nicht infrage kommt. Das ist das Ergebnis des ARAG Trends aus dem Frühjahr 2012. Das sechste Jahr in Folge befragte das Versicherungsunternehmen ARAG gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Emnid mehr als 1.000 Deutsche zu ihren Zukunftserwartungen.

Trotz des milderen Klimas in südlichen Gefilden und TV-Quotenhits wie „Goodbye Deutschland“ waren es in den vergangenen Jahren in Wirklichkeit nur einige Zehntausend Deutsche, die der Heimat dauerhaft den Rücken gekehrt haben. 22,1 Prozent der Befragten gaben auch im aktuellen ARAG Trend an, sich zwar schon einmal über das Auswandern Gedanken gemacht zu haben, aber nur 17,5 Prozent können sich tatsächlich vorstellen, für längere Zeit oder gar für immer ins Ausland zu gehen.

Ostdeutsche sind heimatverbundener

Eine weitere Erkenntnis: Westdeutsche sind nicht ganz so heimatverbunden wie Ostdeutsche. Für die Bürger aus den alten Bundesländern ist Auswandern zu 61,8 Prozent kein Thema; in Ostdeutschland liegt dieser Wert bei 64,2 Prozent. Trotz der Heimatliebe hüben wie drüben können sich in beiden Teilen Deutschlands 69,0 Prozent der Befragten gut vorstellen, dass viele Menschen aus beruflichen Gründen ins Ausland gehen wollen.

Stimmungstief ist überwunden

Obwohl sich die überwiegende Mehrheit der Befragten zum Verbleib in Deutschland entscheidet, ist seit dem ersten ARAG Trend aus dem Jahr 2007 die Sorge vor dem sozialen Abstieg unverändert hoch. Auch in dieser Befragung war es eine der größten Befürchtungen der Bundesbürger. So gaben 76,8 Prozent der Befragten entsprechende Sorgen zu Protokoll. Im Vergleich zu den Vorjahren ist dieser Wert zwar leicht angestiegen, aber immer noch weit vom dramatischen Stimmungstief des Jahres 2007 entfernt. Damals gaben 89,7 Prozent der Befragten an, sich vor einem sozialen Abstieg zu fürchten.

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