Auslandsstudium-Programm ERASMUS wird 25

Vor einem viertel Jahrhundert wurde das Austauschprogramm „Erasmus“ der Europäischen Union (EU) für Studierende gegründet. Seitdem haben es fast drei Millionen für einen Studien- oder Arbeitsaufenthalt im Ausland genutzt. Inzwischen sind die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Kroatien, Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und die Türkei dabei. Dank Erasmus können Studenten durch Auslandssemester und -praktika Erfahrungen im europäischen Ausland erwerben und so ihre Berufschancen verbessern.

„Erasmus hat eine enorme Wirkung entfaltet; nicht nur für die einzelnen Studierenden, sondern auch für die europäische Wirtschaft insgesamt. Es vermittelt jungen Menschen das Vertrauen und die Fähigkeit, in anderen Ländern mit den passenden Arbeitsplätzen zu arbeiten, anstatt in einem Land festzusitzen, in dem es keinen Bedarf für ihre Qualifikation gibt“, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Brüssel.

Spanien, Frankreich und Großbritannien beliebteste Länder

Unter dem Slogan „25 Jahre Erasmus: prägende Erfahrungen – neue Perspektiven“ feiert die EU diesen Erfolg mit vielen Informationsveranstaltungen in den Mitgliedsländern. Allein im akademischen Jahr 2011/12 werden mehr als 250.000 Studierende das Programm Erasmus nutzen. Vermutlich werden wieder besonders viele Studierende nach Spanien, Frankreich, ins Vereinigte Königreich, nach Deutschland und Italien reisen, während Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien und Polen die meisten Studierenden ins Ausland schicken dürften.

Neues Programm verdoppelt Stipendienanzahl

Das Konzept des Austauschprogramms soll jedoch vereinfacht werden. So sollen künftig sämtliche bestehende internationale und EU-Programme für Bildung, Jugend und Sport unter „Erasmus für alle“ zusammengefasst werden. Das erleichtert das Beantragen von Finanzhilfen und hilft unnötige Überschneidungen und Doppelarbeit zu vermeiden. Durch das neue Programm können bis zu fünf Millionen Menschen – fast zweimal so viele wie derzeit – die Möglichkeit erhalten, im Ausland zu studieren, zu lehren oder eine Schulung zu absolvieren.

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